| The Orchestra in der goldenen Stadt
2011
war für mich ein gutes Orchestra Jahr. Nach den beiden Gigs auf der
Porsche Oldie Night im März in Stuttgart, dem coolen Open Air Gig
in Emmen und dem hervorragenden Sommerkonzert in Uffenheim vor über
1000 begeisterten Zuhörern wollte ich mir noch einmal eine Zugabe
gönnen. Leider fiel das geplante Konzert in Szczecin aus. Dafür
gab es aber für viele Fans das Finale am 28.November in der goldenen
Stadt Prag. Conny und Thomas Hoyer schwärmten schon öfters
von ihren beiden, erlebten sensationellen Konzerten mit Symphonieorchester
2008 und 2009 im Prager Kongress Centrum. Das wollte ich mir bei der 2011´er
Neuauflage nicht entgehen lassen. Denn immer wenn die Band mit symphonischer
Unterstützung arbeitet, wird es noch bombastischer und heller auf
der Bühne.
Conny, Thomas und ich hatten eine
sehr angenehme Bahnreise und ein wunderschönes 4 Sterne Hotel in der
Innenstadt. Am Sonntag Abend besuchten wir einige Weihnachtsmärkte
und auf dem bekannten Wenzelsplatz trafen wir auch Mario und Kerstin Birk.
Zusammen wollten wir am kommenden Tag das Konzert besuchen.
Interessanter Weise sahen wir keine
Plakate oder Hinweise auf das stattfindende Großereignis.
Montag Vormittag begaben wir uns
zum Büro von Ticket Art, welcher als Veranstalter auftrat.
Leider hatten sie auf Anfrage nur
kleine Info Flyer, Thomas war schon sehr traurig da es auch 2008
und 2009 keine Poster gab. Schon im Aufbruch sah Conny plötzlich im
Laufband des riesigen Monitors die Orchestra Ankündigung und wir wollten
das noch kurz fotografieren.
Da wurde dann die Sache doch noch
spannend. Eine Mitarbeiterin ging nach hinten und kam wieder mit ein paar
Posters und Kühlschrankmagneten von The Orchestra, welche man auch
als Flaschenöffner verwenden konnte. Das sehr freundliche Personal
machte uns an diesem Vormittag unglaublich glücklich und dank Connys
Aufmerksamkeit hatten wir nun etwas handfestes in den Händen.
Am frühen Nachmittag wollten
wir uns dem Aufruf von Martin Corey folgend im Pub George And Dragon treffen.
Alle ORCHESTRA Fans wurden über das Gästebuch der Homepage der
Band dazu aufgerufen, sich doch dort vor dem Konzert zu treffen. Leider
waren es nur eine Handvoll Leute, aber wir lernten den lustigen Martin
aus der Nähe von Birmingham kennen und tauschten uns Geschichten aus
unserem Fanleben aus. Er war damals sowohl auf der Time Tour, besuchte
einige OrKestra Konzerte und unzählige Part Two Gigs.
Am Prager Kongress Centrum angekommen
stärkten wir uns noch einmal im Restaurant und gingen nach oben in
den Eingangsbereich. Conny und Thomas hatten ihr Orchestra Welcome Banner
dabei und rollten es schon einmal testweiße aus. So ergab sich die
ersten Fotosession. Das Kongress Centrum besteht aus mehreren Räumlichkeiten
und der größte Saal mit 2764 Sitzplätzen war ausverkauft.
Im Innenraum trafen wir auf Gill und Jane Wilkinson, zwei sehr enthusiastischen
Fans aus UK. Noch überraschender war die Anwesenheit von Phil Bates
Tochter Sarah.
Nachdem wir langsam unsere Plätze
einnahmen und das Prager Symphonieorchester die Bühne erklomm wurde
es richtig erhaben. Das Licht ging aus, die bekannte Intromusik lief an
und die Orchestra Musiker wurden nach erscheinen mit Beifall begrüßt.
Der Opener des Abends gegen 20:05
Uhr war All Over The World und wir Fans konnten uns kaum auf den Sitzplätzen
halten. Trotz zwei riesiger Videoleinwände strömten wir nach
vorne tanzten und jubelten. So konnten wir Conny und Thomas ihr Welcome
To The Orchestra Banner kurzfristig vor der rechten Bühnenseite empor
halten und ein lächeln huschte über die Gesichter von Hux und
Glen. Die Band freute sich uns alle wieder zu sehen.
Leider kamen bei Rock And Roll Is
King Ordner des Hauses nach vorne, da wir immer mehr wurden. Sie hatten
es nicht auf unsere Fotoapparate abgesehen. Diese waren egal.
Das wir aber dem zahlenden und sitzenden
Publikum in den ersten Reihen die Sicht nahmen ging überhaupt nicht
und wir wurden nach unten gedrückt.
So hockten wir das komplette Konzert
wie Kleinkinder vor der Bühne und es war ein rauschendes Fest. Bombastisch
die Eldorado Overture und Can´t Get It Out Of My Head einfach himmlisch.
Lou im weißen Frack und blauer Fliege sah herrlich aus als Dirigent
des Symphonieorchesters. Hux stellte die Band nach Strange Magic kurz vor
und weiter ging es schon mit einem ganz hinreisenden Twilight. Noch sahs
ein grossteil des Publikums.
Schnell verging der Abend, Eric
an der Gitarre bei Ma Ma Ma Belle und Do Ya war ein Genuß. Ganz unerwartet
sprang Glen vom linken Bühnenrand und lief wie ein Irrer mit seiner
Gitarre an unserem Rücken vorbei. Er lief einige Stufen des rechten
Publikumsaufgangs hinauf und motivierte die Leute zum Aufstehen. Schnell
zurück auf die Bühne. Dann gab es die Zugabe Don´t Bring
Me Down bei der dann alle standen.
Leider wie so oft etwas spät.
Noch einigen Fans von der Bühne aus die Hände geschüttelt
und um 21:35 Uhr war dann alles schon wieder vorbei. Gorden verschenkte
seine Drumsticks und die Band verließ zusammen mit dem Symphonieorchester
die Bühne. Sehr schnell leerte sich der Saal und wir wussten noch
nicht wo wir die Band treffen würden. Dank Jane Wilkinson die Thomas
den Tip gab am Personaleingang 11 zu warten, waren wir frohen Mutes. So
warteten und warteten wir ungefähr 20 Fans und es lohnte sich. Zum
Glück nicht auf einmal sondern Mann nach Mann kam hinaus und ließ
sich fotografieren und gab bereitwillig Autogramme. Es wurde kälter
und kälter, aber selbst Mario und Kerstin ließen sich nicht
davon abhalten noch einmal weihnachtliches Wünsche an die Musiker
los zu werden.
Dieser Abend wurde noch kurz begossen
bevor es ins Hotel und am kommenden Tag zurück nach Deutschland ging.
Ich danke besonders Conny und Thomas
Hoyer sowie Kerstin und Mario Birk die dieses Wochenende zu einem unvergessenen
Ereignis werden ließen.
Setlist: Start: 20:05
Uhr
01 All Over The World
02 Sweet Talkin´
Woman
03 Rock And Roll Is
King
04 Evil Woman
05 Strange Magic
06 Twilight
07 Confusion
08 Showdown
09 Livin´ Thing
10 Last Train To London
11 Eldorado Overture
12 Can´t Get It
Out Of My Head
13 Ma Ma Ma Belle
14 Telephone Line
15 Standin´ In
The Rain
16 Mr. Blue Sky
17 Ticket To The Moon
18 Do Ya
Zugabe:
19 Don´t Bring
Me Down Ende: 21:35 |
| The Orchestra in Uffenheim
Der
Bayrische Rundfunk verantstaltete bereits zum 22. mal seine BR-Radtour
durch Bayern. Ungefähr 1200 begeisterte Radfahrer schlengelten sich
durch 6 Etappen, 7 Städten und rund 520 Kilometer. Am 2.August erreichten
sie Uffenheim.
Nach jedem Etappenziel gab es auf
dem örtlichen Festplatz ein kostenloses Konzert. Nach Umberto Tozzi,
Eric Burdon und Gilbert O´Sullivan spielten The Orchestra in Uffenheim.
Umgeben von Budenzauber, Infoständen
des BR standen The Orchestra auf der Bühne und spielten ELO Klassiker
ohne großem Publikum.
Schön das auch einige Fans den
Weg nach Uffenheim fanden.
Riesige ELO-The Orchestra Transpartente
waren in der Stadt zu finden. In der örtlichen Touristikinformation
lag ein Flyer über das Konzert, bedruckt mit The Orchestra - ELO &
ELO Part II Members.
Zirka1000 begeisterte ELO Fans warteten
auf den absoluten Höhepunkt des Abends.
Zwei BR Radiomoderatoren begrüßten
auf der Hauptbühne das Publikum und erzählten etwas über
die Band, bevor die Band unter tosenden Beifall die Bühne betrat.
Sie spielten durchweg ELO Hits die
jeder kennt.
Gorden am Schlagwerkzeug spielte
präzise wie ein Schweizer Uhrwerk, Sir Louis Clark stand fast regungslos
hinter dem Keyboard, Mik streichelte sanft seine Violine und wechselte
oft die Bühnenseite. Glen, Phil und Eric waren sehr gut bei Stimme.
Besonders stark war Eric mit der E-Gitarre bei Ma Ma Ma Belle.
Fire On High erzeugte wieder ein
Gänsehaut Gefühl, ... es braucht nichts an Worten, die Musik
sprach für sich selbst.
Leider gab es nur eine Zugabe.
Das Publikum war dankbar und ist
sicher glücklich an diesem Abend.
01. Twilight, 02. All Over The World,
03. Evil Woman, 04. Rock And Roll Is King, 05. Sweet Talkin´ Woman,
06. Strange Magic, 07. Hold On Tight, 08. Can´t Get It Out Of My
Head, 09. Ma Ma Ma Belle, 10. Confusion, 11. Showdown, 12. Rockaria, 13.
Livin´ Thing, 14. Fire On High, , 15. Last Train To London, 16. Shine
A Little Love, 17. Telephone Line, 18. Standin´ In The Rain, 19.
Mr. Blue Sky, 20. Turn To Stone, 21. Do Ya,
Zugabe: 22. Don´t Bring Me
Down |
| Unterwegs mit Phil Bates

Dieses Jahr ist wirklich außergewöhnlich.
Meiner Meinung nach war Phil Bates kaum öfter in Deutschland als im
Jahr 2011. Man bedenke, mit den Projekten The World Of ELO, Beatles Blues
And Blue Violin mit Mik Kaminski, ELO Klassik oder mit The Orchestra. Es
ist doch noch einmal eine Generalstabsmäßige Invasion des 58
jährigen Briten, welche ich aber sehr zu schätzen weiß.
So unterschiedlich die Aufführungen auch waren, großartig und
sensatioell habe ich sie alle in Erinnerung.
Das erste mal in Jena, die neue kleine,
aber feinen Band und mit seiner Ehefrau Jo Bates an seiner Seite. Dann
überraschender Weise Mr Blue Sky Live mit dieser Band. Er hatte einige
Jahre vorher in Thyrow noch zu einem Fan gesagt, der danach fragte, es
wäre zu aufwendig und komplieziert das Lied dar zubieten. Nun klappte
es doch recht gut.
Das erste mal das dynamische Duo
Mik und Phil in Hohenneuendorf zu erleben war auch ergreifend. Soviel Liebe
zum Detail und wärme hatte ich selten erlebt. I´m A Walrus
ist unvergessen, die BBBV in Germany ist ein Hit. 2012, Forsetung folgt.
Groß und gewaltig dann die
ELO Klassik Konzerte mit den hervorragenden Musikern des Berlin String
Ensemble. Ich hatte die Ehre sie mehrmals zu erleben, auch unter Regengüßen
und sogar auf einer Insel im Spreewald. Dieses Konzert war mit über
1000 verkauften Karten im Vorverkauf restlos ausverkauft. Es gab keine
Abendkasse. Um dort hin zu gelangen mußte man eine 90 minütige
Kahnfahrt buchen. Diese war am Ende teurer als das Konzertticket, aber
dank der mitgereisten Phil Bates und ELO Fans sehr lustig. Sogar Fans aus
München kamen nur für diesen einen Abend dorthin. Man hatte
selten soviel glänzende, feuchte Augenpaare bei all den ELO Hits sehen
können. Das gute, die Musiker haben oftmals nach getaner Arbeit noch
Zeit für die wartenden Fans. Fotos und Autogramme gibt es meist immer,
auch das versprochene Wiedersehen
und ja man kennt sich mittlerweile recht
gut.
Schön das Phil Bates jetzt auch
endlich den jahrelang vernachlässigten Westen Deutschlands bespielt.
Ich hörte von ausverkauften, umjubelten Konzerten zum Beispiel in
Mönchengladbach.
Aber auch der Osten wurde gut gebucht
und endlich gab es am 19.August 2011 in Oranienburg mit der ELO Klassik
Formation auch einen neuen, alten Titel zu hören. Wie sagte Phil,
der einzige Nummer 1 Song von ELO, gesungen von einer Frau.
Wow, Xanadu Live von Jo Bates gesungen,
unterstützt von Geigerin Susanne im Background klang sehr klar und
weich. Oliver Newton - John hätte bestimmt ihre Freude daran gehabt.
Überhaupt ist ELO Klassik mit
der10 köpfigen Band nicht nur klanglich ein voller Genuß, auch
optisch sind die Frauen und Männer an den Streichinstrumenten alles
andere als schüchtern. Da wird getanzt mit den Geigen und Mitgesungen,
Synchronbewegungen aller erster Güte. Sie verstehen sich untereinander
sehr gut, auch wenn sie öfter einander wechseln müssen. Aber
auch die Zweitbesetungen haben ihren Spaß und sind regelrecht " heiß
" auf jeden Gig.
Noch ist das Jahr nicht zu Ende,
aber auch für 2012 gibt es bereits Termine.
|
| ELO Klassik - Weltpremiere in Thyrow
Im März 2011 präsentierte
uns Phil Bates sein Projekt The World Of ELO in Jena. Jetzt kam die
nächste Weltpremiere, am 01.06.2011 in Thyrow. ELO Klassik performed
by Phil Bates And The Berlin String Ensemble.
Erweitert um 4 Streicher bekam der
Sound einen noch satteren Klang und der Abend wurde begeistert gefeiert.
Die Kulturscheune erwies sich bereits zum dritten mal als hervorragender
Platz. Obwohl die Bühne für die 10 ! Musiker etwas schmal war,
fiel keiner von der Bühne. Gespielt wurden ganze 110 Minuten feinster
ELO Songs. Besonders eindrucksvoll erklangen in meinen Ohren Wild West
Hero, Standin´ In The Rain und (lange nicht mehr gehört) - Strange
Magic. Schön war es bekannte Gesichter wie Conny & Thomas, Kerstin
und Astrid wieder zu sehen. Sie hatten sichtlich ihren Spaß. Sehr
nett fand ich es auch wieder von Phil Bates, der sich gleich nach dem Konzert
an unserem Stehtisch heran wandte, um sich nach unserem befinden zu erkundigen.
|
| Die Beatles, Blues And Blue Violin Tour in
Deutschland
Seit
fast 3 Jahren sind Mik Kaminski, Phil Bates und Tina Mc Bain mit ihrer
Beatles, Blues And Blue Violin Tour vornehmlich in Großbritannien
unterwegs. Recht erfolgreich spielt man dort Beatles und Blues Klassiker
im akustischen Gewand. Besonders beeindruckend Mik´s spiel auf der
blauen Violine.
Am 14.03.2011 gastierten die Herren
als Duo in Hohen Neuendorf, einer Kleinstadt nördlich von Berlin.
Im Hotel am Lunik Park fand das ganze in sehr besinnlicher Atmosphäre
statt. Gut 180 Zuhörer fanden den Weg dorthin.
Um den Stehtischen herum wurde es
voller und kurz nach 20 Uhr kamen Mik Kaminski und Phil Bates auf die kleine
Bühne. Got To Get You Into My Life wurde angestimmt und der Opener
des Abends. In My Life und Can´t Buy Me Love folgten. Sehr schön
an zu hören Can´t Get It Out Of My Head von ELO. Dann ein eigener
Song The Way The Rivers Flows vom Naked Album. Phil sollte öfter einmal
sein eigenes Material spielen. Ein mir nicht bekannter Clapton Song folgte.
Dann On Winters Night und noch einmal von Mr. Slowhand Lay Down Sally.
Das Publikum war begeistert und
ging gut mit. Kurz vor der Pause noch Hold On Tight. Irgendwie kommt
man um ELO Songs nicht herum, das ist doch einfach Klasse.
Nach der 30 minütigen Pause
zwei Stücke ohne Mik. Old Love und The Last Time, ja wirklich dieser
Rolling Stones Klassiker, hätte ich mir jetzt nicht gewünscht.
Aber das breite Publikum fand es scheinbar toll. Norwegin Wood von den
Beatles erklang wieder mit Mik. Jetzt folgte laut Phil einer der besten
Jeff Lynne Liedeslieder überhaupt, Midnight Blue. Das Publikum sang
mit und war begeistert. Es wurde Zeit das Phil sich etwas ausruhen durfte
und Mik spielte ein Solo. Noch zwei Beatles Gassenhauer While My Guitar
Geently Weeps und I Feel Fine. Zum Finale etwas für die ELO Fans,
Rock And Roll Is King und Evil Woman. Damit verabschiedeten sich die ZWEI.
Aber dann gab es doch noch zwei Hammer
harte Zugabe. Unglaublich dieses I´m A Walrus und es vereinte Beatles
und ELO Fans gleichermaßen. Chuck Berry´s Klassiker Roll Over
Beethoven beendete dann wirklich gegen 22 Uhr den sehr schönen Abend.
Einige Fans holten sich noch Autogramme,
schoßen Fotos oder ließen sich sogar ihre Akustikgitarre signieren.
Wieder ein sehr schöner Abend und ich hoffe das die Tournee durch
Deutschland erfolgreich für die Beiden war.
|
| The World Of ELO - Weltpremiere in Jena
Wenn einmal etwas zu Ende geht, heißt
es nicht immer das alles gleich vorbei sein muß. So war es bei ELO
schon öfters und auch Phil Bates weiß ganz genau womit er am
besten seinen Lebensunterhalt verdienen kann.
Nach 109 Konzerten der Electric
Light Band gingen erst einmal die Lichter aus. Doch zum Glück, gut
6 Monate später war er wieder da, unser Mann aus UK mit
The World Of ELO, Electric Light
Orchestra performed by Phil Bates.
Die Schwarzbiernacht am 12.03.2011
in Jena sollte in dem wahrscheinlich größten Einkaufscenter
der Stadt starten. So sah ich mich etwas in der Goethegalerie um, entdeckte
die Bühne am Ende der Passage und begrüßte kurz die Band,
welche sich noch im Soundcheck befand.
Aktuell besteht diese aus Phil Bates
( Vocals, Guitars ), Joanna Bates ( Keyboards, Background Vocals ), Susanne
Filep ( Violin ), Ralf Vornberger ( Bass ), Eric Herold ( Keyboards ) und
Chris Evans ( Drums ).
Um
18 Uhr wurde das Center geschlossen und es leerte sich. Gegen 18:40 Uhr
wurde es wieder geöffnet und für 12 Euro Eintritt zur Schwarzbiernacht
füllte sich der Bereich vor der Bühne sehr schnell. Ein meist
älteres Publikum sammelte sich dort, auch auf den Gängen im Obergeschoß
standen die Leute geduldig und blickten hinunter zur Bühne.
Genau um 19:05 Uhr und nach kurzer
Ansage kam die Band auf die Bühne und startete mit All Over The World,
da baute sich eine ungeheure Dynamik auf und auch der Druck vom Schlagzeug
war enorm. Rock And Roll Is King, Evil Woman und Calling America folgten.
Dann mein erstes Highlight, Wild West Hero, nie hatte ich den Song zuvor
von
der ELB gehört.
Confusion machte seinen Namen aller
Ehre, man traf nicht ganz die Noten, aber dafür wurde auch dieses
Lied komplett ausgespielt. Noch ein Discovery Hit, Last Train To London
und dann die nächste Überraschung, Mr. Blue Sky. Eric fand am
Keyboard nicht gleich die richtigen Tasten, auch der Vocoder fehlte. Dafür
gab es diesen Hit inklusive Outro. Wow, wahrscheinlich immer noch einer
der nachhaltigsten ELO Klassiker überhaupt.
Turn To Stone, mit Schlagzeugsolo
von Chris und das süße Sweet Talkin´ Woman brachten uns
Fans zum tanzen. Etwas besinnlicher wurde es bei Telephone Line. Leider
näherten wir uns schon langsam dem Finale, ein quirliges Hold On Tight
und die Mitsinghymnen Livin´Thing und Don´t Bring Me Down.
Schon waren sie verschwunden von der Bühne. Nach laut starkem Rufen
kamen sie schnell zurück und donnerten mit Roll Over Beethoven den
letzten Song dieses Abends vor ihrem Publikum.
Was, erst 20:12 Uhr und schon alles
vorbei ? Ja das war ein schneller, kurzer Auftakt in die Saison. Wie uns
Ralf nach dem Konzert berichtete, hatte man die strikte Auflage um 20 Uhr
wirklich fertig zu sein. Sie merkten schon das sie es nicht ganz hinkommen
würden, also gab man Gas und es wurde doch etwas später.
So ließen wir Fans den Abend
entspannt in einem angrenzenden Hotel ausklingen und konnten noch einige
Bandmitglieder sprechen. So wird die Band um Phil Bates auch einige ELO
Klassik Konzerte mit mehreren Streichern absolvieren, wo dann auch andere
ELO Songs zum Einsatz kommen sollen.
Laßt Euch überraschen
und freut Euch auf all die kommenden Auftritte, dieses Jahr auch zahlreiche
in Westdeutschland.
|
| Die Sommerkonzerte der ELB in
Ostdeutschland 2010
Nachdem
die Electric Light Band in diesem Jahr einige Bühnen in Westdeutschland
bespielen konnte, kam sie endlich am 27.08.2010 nach Neuenhagen, nördlich
von Berlin. Die ARCHE ist ein Freizeit - und Ausbildungshaus mit einem
sehr netten Hinterhof. Auf der dortigen Bühne sah ich nun endlich
die ELB wieder, zusammen mit einigen Fans die sogar aus dem hohen Norden
aus Bremen kamen. Es war schön viele bekannte Gesichter wieder zu
sehen. Leider stand dieses Open Air Konzert unter keinen guten Stern, denn
es regnete. Doch das tat der Show keinen Abbruch und so spielte man sich
ab 21:04 Uhr durch gut 100 Minuten wahrer ELO Klassiker. Leider brachte
das Programm keine neuen Überraschungen, wie neulich bei The Orchestra
wo Four Little Diamonds live performt wurde. Dafür gab es aber wieder
eine sehr romantisch herzergreifende Akustikversion von vielleicht eines
der besten Jeff Lynne Liebeslieder Midnight Blue.
|
Am
28.08.2010 ging es weiter nach Premnitz zum Dachsbergfest, bei dem man
schon 2004 das Highlight war. Ein kostenloses Open Air Konzert bei dem
das Publikum leider sehr träge war und die Stimmung auf der Strecke
blieb. Dafür aber Regen frei.
Das dritte und letzte Konzert am
Sonntag, den 29.08.2010 in Berlin-Weißensee, auf dem Blumenfest war
wieder kostenlos, aber besser besucht und Stimmungsgeladener. Auf der Seebühne
am Weißensee zeigte die Band noch einmal all ihr können. Dieses
mal fehlte aber leider Whiskey Girls im Set. Dafür gab es am Ende
der Show ein gewaltiges Feuerwerk über dem See.
Fazit, wer´s nicht gesehen
hat, hat wohl eine der besten ELO Coverbands verpasst die es momentan auf
Erden gibt. Ich kann nur immer wieder sagen der Sound ist sagenhaft, die
ELO Songs kennt ihr ja selbst bestens und sprechen für sich, die Band
hat soviel Spielfreude, das man sie gerne noch öfter sehen möchte.
Vielleicht gibt es ja bald wieder mehr Konzerte und großartig wäre
auch wenn Mik und Phil mit ihrer Beatles Blues Blue Violin Tour nach Deutschland
kommen würden. Warten wir´s ab und hoffen auf das Beste. |
Neuenhagen, ARCHE am 27.08.2010
(Eintritt: 23,- Abendkasse
26,-)
Start: 21:04 Uhr / End: 22:42
01. All Over The World, 02. Rock
And Roll Is King, 03. Showdown, 04. Shine A little Love, 05. Evil Woman,
06. What Don´t Kill You Makes You Stronger, 07. Can´t Get It
Out Of My Head, 08. Medley: Sweet Talking Woman / Confusion / Do Ya / Rockaria
, 09. Midnight Blue, 10. Twilight, 11. Turn To Stone & Schlagzeugsolo
von Bernhard, 12. Secret Messages, 13. Last Train To London, 14. Telephone
Line, 15. Calling America, 16. Whiskey Girls, 17. Hold On Tight, 18. Livin'
Thing, 19. Don´ t Bring Me Down
Zugabe: 20. Roll Over Beethoven
 
|
Das 100. Konzert auf dem
Dresdener Stadtfest
(Dresden, Theaterplatz,
Open Air am 14.08.09)
Ich hatte bereits vor einigen Wochen
das Vergnügen auf dem 99. Konzert der Electric Light Band featuring
Phil Bates in Potsdam dabei gewesen zu sein.
Nun war es also soweit, Nummer 100
stand bevor und wieder sollte es ein kostenloses Open Air Konzert werden.
Die Band hatte wirklich Glück, denn diese traumhafte Kulisse bekommt
man nicht immer geboten. Auf dem Theatervorplatz in Dresden, neben der
berühmten Semper Oper und gegenüber dem Dresdener Zwinger. Einfach
schön.
Es gab das Dresdener Stadtfest zu
feiern und einer der Höhepunkte an diesem Freitag, den 14. August
2009 war die Electric Light Band. Nach dem Auftritt eines Stadtbekannten
Gospel Chors stand die Band um Phil Bates gegen 20:50 Uhr auf der Bühne
und all die vertrauten Klänge erreichten unsere Ohren.
Wie ein Wunder war auch dieses mal
besonders gut die Violine von Streicherin Susanne zu hören. In Potsdam
war der Sound nicht so gut, hier empfand ich ihn sehr angenehm und gut.
Man überließ nichts dem Zufall und ein strafffes Programm wurde
zelebriert.
Familie Hoyer aus Potsdam brachte
extra ein rießiges Glückwunschbanner zum 100. Gig mit, welches
nach dem Konzert natürlich ünterschrieben werden mußte.
Auch ich hatte ein Jubiläumplakat gebastelt was ich öfter tanzent
in die höhe hielt. Die Band war an diesem Abend sehr gut drauf und
es war schade das das Publikum nicht so wild mit ging wie Wochen zuvor
in Potsdam.
Nach knapp 70 Minuten war der Zauber
dann auch wieder vorbei. Man traff sich noch nach der Show, es gab Autogramme,
Ernie fuhr heim nach Berlin, Phil ins Hotel, aber Susanne, Ralf und Bernhard
kamen noch mit auf einen Abschiedstrunk.
So ging diese Nacht für einige
Fans erst gegen den frühen Morgen zu Ende, aber es war doch eine schöne
Zeit die wir miteinander verbringen konnten.
Start: 20:50 Uhr
01. All Over The World 02. Rock And
Roll Is King 03. Showdown 04. Shine A little Love 05. Evil Woman 06. Can´t
Get It Out Of My Head 07. Medley: Sweet Talking Woman / Confusion / Do
Ya 08. Telephone Line 09. Twilight 10. Turn To Stone 11. Last
Train To London 12. Calling America 13. Hold On Tight 14. Livin' Thing
15. Don´ t Bring Me Down Zugabe: 16. Roll Over Beethoven |

|

|
|
The Orchestra in Berlin
Manchmal
gibt es diese kleinen Wunder, die so außergewöhnlich sind und
dafür sorgen, das das Leben für einen kurzen Augenblick noch
besser wird. Ich glaube keiner hatte mit diesem Auftritt gerechnet, gehofft
und gefordert schon, aber nun war er da. Ich bekam die Nachricht das die
Band im Berliner Admiralspalast auftreten sollte. Die dazugehörige
Internetseite blieb leer und auch nach einem Anruf Vorort wusste
man von nichts. Besser erging es mirnach einem Telefonat mit Sounds Promotions
Rathenow, die für die Phil Bates und ELB Konzerte verantwortlich
sind. Dort verwies man mich zum Berliner Radiosender Spreeradio. Erstaunt
zeigte man sich im Sender das ich von einem Orchestra Konzert wusste, da
dieses erst in einigen Tagen beworben werden sollte. Am 2.2 ließ
man gegen 7:10 Uhr die Bombe im Radio platzen, in der Morgenshow von Jochen
Trus präsentierte man in der Privatkonzertereihe von Spreeradio Große
Stars auf kleinen Bühnen das Electric Light Orchestra !
Dass das wieder so nicht stimmte
wussten die Verantwortlichen schon, denn auf der Internetseite von Spreeradio
war alles korrekt mit The Orchestra ELO And ELO Part Two Former Members
beworben. Warum musste man im Radio immer falsch mit ELO werben ? Am Mittwoch
morgen wiederum gegen 7:10 sollte man erfahren, wie man nun an die nur
1000 Karten im offenen Verkauf gelangen sollte. Ein richtiger Hype wurde
meiner Meinung entfacht und ich sollte Recht behalten. Als am Mittwoch
morgen der virtuelle Verkaufsschalter umgelegt wurde ging für ca.
10 Minuten überhaupt nichts bei der Ticketbestellung von Spreeradios
Onlineseite. Der Server war zusammen gebrochen, hielt den Ansturm nicht
stand. So fuhren einige Fans zu einem Stadt bekannten Autohaus was diese
Konzertreihe unterstützte und holten sich dort ihre Tickets, was auch
am Anfang nicht ganz reibungslos funktionierte. Nach zirka 90 Minuten gab
es noch 150 Karten im offenen Verkauf. Ich glaube so etwas hatte die Band
schon lange nicht mehr erlebt. Glücklicherweise haben viele
Fans und FTM Germany Mitglieder Tickets ergattern können und so sollte
der 17. Februar ein Wiedersehenstreffen werden. So traf man sich im Vorhof
zum Admiralspalast, welcher mit einem riesigen Stoffbanner vom bevorstehenden
Orchestra Konzert ausgeschmückt wurde. Gegen 19:30 Uhr konnten wir
dann den wirklich edlen Konzertsaal mit seinen 1750 Sitzplätzen betreten.
Schnell füllte sich der Saal,
die Bühne war mit einem roten Vorhang verhüllt und zu beiden
Seiten hängen an den Wänden wieder riesige Große Stars
auf kleinen Bühnen Stoffbanner mit dem Schriftzug The Orchestra ELO
And ELO Part II Former Members, das sponsernde Autohaus uns Spreeradio.
Kurz nach 20 Uhr betrat Jochen Trus
die Bühne, begrüßte das Publikum und erzählte kurz
wie erfolgreich das Electric Light Orchestra in den 70er und 80er Jahren
war. Man habe sie extra für dieses eine Konzert von Amerika nach Deutschland
einfliegen lassen und das sie nahezu in Originalbesetzung auf der Bühne
stehen werden. Er wünschte viel Spaß mit The Orchestra.
Der Deckenkronenleuchter erlosch,
der Vorhang öffnete sich und man sah auf der Bühne neben dem
Instrumentarium auch mehrere Kerzenständer und Palmenpflanzen an beiden
Seiten und im Hintergrund. Ein zirka einminütiges Violin /Syntheszizerintro
wurde eingespielt und langsam erklommen die Musiker die Bühne. Gordens
Hammerschläge am Schlagzeug läuteten ein kraftvolles Twilight
ein. Das Publikum war begeistert, noch saßen sie, aber bei den kommenden
Klängen von All Over The World hielt es kaum noch jemand auf den gut
gepolsterten Sitzen. Ob jung ob alt, ob im Parkett oder auf den beiden
Emporen, die Leute standen, klatschten, tanzten und sangen. Gut das gleich
Rock And Roll Is King folgte und ihnen keine Atempause blieb. Sweet Talkin´Woman,
dieses süßlich, liebliche Lied konnte keinen unberührt
lassen. Die Musiker waren perfekt aufeinander eingespielt und man merkte
sichtlich immer noch die Freude die sie beim Vortragen dieser Klassiker
hatten. Ein " Hello Berlin " von Kelly folgte mit dem ersten Schmusesong
des Abends. Wild West Hero in voller Schönheit und die Feuerzeuge
flammten vereinzelt im Saal. Vielleicht eines der bekanntesten ELO Lieder
in Ostdeutschland, Confusion. Es wurde nicht bis zur letzten Note ausgespielt
sondern ging nach gut 2 Minuten in eine der früheren Hits Showdown
über. Wie immer sehr gut von Phil Bates intoniert. Etwas Discomusik
gefällig ? Schon zupfte Kelly an seinem Bass das Intro zu Last Train
To London und das Keyboardgewitter von Shine A Little Love folgte. Witziger
Weise sang man hier im Refrain wieder statt E-L-O, OR-CHES-TRA. Miks
Solo erklang und führte über in den Divahaften Operngesang von
Rockaria, den Kelly wieder großartig imitierte. Das ganze Haus rockte
und die Lichtshow war perfekt auf die Band eingestellt. Nun war es an der
Zeit die Bandmitglieder vorzustellen, Kelly sprach über the one and
only Lou Clark und dieser trat endlich hinter seinem Keyboard hervor. Meinem
Empfinden nach sah er nicht so gut aus, etwas kränkelnd. Lou stellte
den Rest der Band vor, falls jemand es nicht wusste oder vergessen hatte
wer sie waren, denn es ist schon lange her das sie in Berlin spielten,
sagte er. Richtig, in Berlin waren sie zuletzt am 27.10.1994 auf der Moment
Of Truth Tour. Zum nächsten Song sagte Kelly das sie ihn extra für
Russland einstudierten, da er dort ein sehr großer Hit war, Ticket
To The Moon. Nach diesem ruhigen Vortrag kam das bekannte Geigenintro
von Mik Kaminski und jeder wusste jetzt kam einer dieser Wahnsinns Songs
von ELO - Livin´Thing und das Publikum stand.
Der einzige Song vom No Rewind Album
an diesem Abend folgte mit Twist And Shout. Danach das kernige Ma Ma Ma
Belle, Evil Woman und wieder etwas zum abkühlen, Telephone Line. Damit
war es vorbei mit den ruhigen Liedern, nun rollte der Rock And Roll Express
bis zum Ende durch. Hold On Tight machte den Anfang mit voller Publikumsbegeisterung.
Dann prallte bildlich der Regen ins Gesicht mit Standin´In The Rain
und ging über in Mr. Blue Sky, was auch wieder mit dem herrlichen
Outro gespielt wurde. Das treibende Turn To Stone folgte und ein donnerndes
Do Ya. Kelly machte seine Arbeit an diesem Abend wirklich sehr gut, er
hing sich mächtig rein wie auch seine Bandkollegen. Aber was war das
? Nach dem Song kam schon die Verabschiedung, sollte dieser Abend wirklich
schon vorüber sein ? Nein, nein, da gäbe es noch so viele Lieder
zu spielen und da kamen sie schon wieder um Don´t Bring Me Down an
zu stimmen und das ganze Publikum bewegte sich. Sang nach Kellys Anweisungen
den Refrain, es war wirklich toll anzusehen wie die ganzen Leute
aus dem Häuschen waren. Ich glaube jeder war an diesem Abend sehr
glücklich. Es folgte ein Danke Berlin, good night und fort waren sie.
Aber die Leute standen weiter und klatschten, forderten mehr, aber leider
blieb es bei dieser einen Zugabe, was ich wirklich sehr schade fand.
So schnell sich der Saal füllte
leerte er sich auch wieder. Spreeradio verteilte im Foyer noch Vorgedruckte
Autogrammkarten und echte Rosen für die Damenwelt. Einige Fans warteten
noch auf die Band, aber diese war nicht zu sehen. Dafür traf ich noch
Phil Bates ELB Kollegen Ralf Vornberger und Susanne Filep, welche auch
sehr begeistert vom Konzert sprachen. Interessanterweise war Bassmann
Ralf Vornberger für diesen Abend mit verpflichtet worden. Was war
da los ? Ich erinnerte mich das er schon einmal für Kelly in Spanien
einsprang. Nun trennten sich wieder all unsere Wege und zufrieden konnten
wir nach Hause eilen.
Es war der letzte Abend an dem
wir Kelly sahen !
Start 20:10 Uhr
Intro
Twilight - All Over The World -
Rock And Roll Is King
Sweet Talkin´ Woman
- Wild West Hero - Confusion
Showdown - Last Train
To london - Shine A Little Love
Mik´s Solo - Rockaria
- Band Introduction
Ticket To The Moon -
Livin´Thing - Twist And Shout
Ma Ma ma Belle - Evil
Woman - Telephone Line
Hold On Tight - Standin´
In The Rain - Mr. Blue Sky
Turn To Stone - Do Ya
- Don´t Bring Me Down
Ende: 21:55 Uhr |
|
| Ein Abend
mit dem Orchester
Am Ende des
Jahres 2005 gab es endlich eine erlösende Nachricht für alle
britischen Orchestra Fans.Wie so oft in den 90´er Jahren damals noch
als ELO Part Two, sollte im folgende Jahr eine große Tourdurch das
Vereinigte Königreich folgen. Diese Tour wurde zwar nicht so opulent
wie die vor fast 5 Jahren, wo man mit einem kompletten Chor und Orchesterbegleitung
auftratt ( NL 101 ). Dafür hatte man aber über 25 Abende die
Gelegenheit, einer der besten Livebands auf diesem Planeten zu bewundern.
Sicherlich auch gefördert durch den massiven Verkauf von mehr als
250000 Exemplaren der ELO All Over The World CD im vergangengen Jahr allein
in UK, begann der Run auf die Karten. Schnell wurde diese Tour zum Hit,
was doch zeigt, das ein unheimlicher Bedarf an dieser Musik vorhanden ist.
Auch bei einem Kartenpreis von umgerechnet 45 Euro, war diese Tournee ausverkauft.
Zusammen mit Kerstin und Mario Birk, sowie Miro Pabst machte ich mich auf
dem Weg nach Birmingham. Unser Hotel lag genau neben dem Alexandra Theatre
und man konnte wunderbar beim offenen Fenster dem Soundcheck zu hören.
Der erster Eindruck deutete auf ein großartiges Konzerterlebnis hin.
Interessanter Weise fanden wir in der Stadt keinen einzigen Hinweis auf
diesen Konzertabend. Keine Poster, keine Flyer, einfach
nichts, wahrscheinlich da das Konzert schon lange ausverkauft war.
Schade, ich hätte gerne ein Poster fotografiert. Am Abend ging es
dann zum Alexandra Theatre wo wir auch Maunela Sokatsch trafen. Im Foyer
gab es einen Verkaufsstand mit erstaunlichem Material. Auf Tourshirts wurde
verzichtet, dafür gab es ein geiles Tourbook, die Orchestra Reno DVD,
die No Rewind CD mit neuem Booklet, sowie Kelly´s Solo Scheibe und
die Homemade Spaceship CD mit ELO Coverversionen von P.Hux. Die erstaunlichste
CD war aber der Pre Show Sampler. 15 verschiedene Titel der einzelnen Orchestra
Mitglieder. Darunter zwei sehr seltene, noch nie gehörte frühe
Versionen von Eric Troyer´s Hello Hello und 1000 Eyes, die ja bekanntlich
für ELO Part Two´s Debüt Album verwendet wurden. Die Besucher
waren gut gemischt von 10 bis 60 Jahren. Erstaunlich viele vornehm gekleidete
Damen und Herren begaben sich zu ihren Sitzpläzten. Kelly unterhielt
sich noch vor Konzertbeginn im oberen Eingangsbereich mit einigen
Fans. Während der Einname der Pätze lief die Musik vom Pre Show
Sampler. Gegen 20 Uhr stand ein Sologitarrist auf der Bühne und heizte
dem Publikum ordentlich ein. Gegen 21 Uhr betraten die Männer
vom Orchestra die berühmten Bretter, die die Welt bedeuten und starteten
gleich mit Evil Woman. Solide und Klasse wie immer, aber endlich als Titel
Nummer 2 ein Orchestra Song, Jewel & Johnny. Live noch zackiger und
strahlender als von der CD hatte ich den Eindruck. Es folgten einige
ELO Standards wobei es erfrischend war auch einmal wieder Xanadu und Wild
West Hero zu hören. Nach der komplett gespielten Rockaria war es Lou´s
Aufgabe die Band vor zu stellen. Danach verließen alle bis
auf Kelly die Bühne und er performte Midnight Blue nur mit der Akustikgitarre.
Sein alter Kumpel Mik kam wieder und startete sein Violinsolo, welches
in ein großartiges Twist And Shout mit der kompletten Band hinübergetragen
wurde. Für viele sicherlich einer der Höhepunkte der Show. Noch
saß das Publikum soweit ich es überblicken konnte. Selbst
bei Standin´ In The Rain, Mr. Blue Sky und Do Ya wurde zwar heftigst
applaudiert, aber man blieb doch reserviert auf den Stühlen sitzen.
Roll Over Beethoven wurde fast als Instrumentalversion geboten, lediglich
der Titel wurde gesungen. Eine kurze Verschnaufpause hinter der Bühne
und sie kamen zurück, um doch noch einmal die Leute zum klatschen
und aufstehen zu bewegen. Don´t Bring Me Down wurde dann zum gefeierten
Abschluß, wo auch das Publikum endlich aufstand und nach gut
109 Minuten war schon wieder dieser tolle Abend beendet. War er das wirklich
? Die Meisten Zuhörer gingen sicherlich glücklich nach Hause,
aber unsere Gruppe aus Germany wartete noch etwas länger am Bühneneingang,
um kurz mit der Band zu sprechen. Es ist wirklich schade, aber Kelly
& Eric meinten das die Künstlergebühren in Deutschland zu
hoch seien, um dort zu spielen. Das verstehe ich nicht wirklich, wie machen
das all die anderen ausländische Künstler die hier spielen. Werden
die von einer Plattenfirma gsponsert ? Aber vielleicht verlangen die Herren
vom Orchestra auch nur soviel Geld. |
|
The
Orchestra in Dänemark
1 Station:
VEJLE
Nach über einem Jahr hatte ich nun die Welt beste Band nicht mehr
Live erleben können. Also machte ich mich auf nach Dänemark um
an drei Abenden die Musik zu hören, die mir persönlich am nächsten
steht. Der erste Kontakt sollte in Vejle sein. In der Stadt selbst fand
ich keine Plakate nur in der Tourismus Information wußte man von
einem Orchestra Konzert. An dem Veranstaltungssort selbst, welcher
aus Schwimmhalle, Hotel und 3 Konzertsälen bestand, hingen dann einige
Plakate . Gegen 15 Uhr kamen dann alle 6 Musiker in einem Van vorgefahren
und es ging zum Soundcheck. Mittlerweile kam auch Dänemarks größter
Fan Dorte Nordhahn, wir erkannten uns wieder vom FTM Fantreffen in Berlin
und unterhielten uns etwas mit Kelly. Diese ganze zerfahrene, dumme Situation
mit Mr. Lynne bewegt alle sehr. Gerade Kelly geht es nahe.Er ist
nun auch nicht mehr mit seiner langjährigen Freundin zusammen, was
ihn natürlich noch zusätzlich belastet.Ich fragte ihn ob
er Bev an den Drums vermisst ? Nein antwortete er, Gordon ist ein wesentlich
besserer Drummer als Bev. Ich werde es ja heute Abend erleben und
sollte mir dann mal " One Night " anhören, welches vom Schlagzeugspiel
nicht sonderlich gelungen erscheint, meinte Kelly. Lou dagegen ist
noch mit Bev befreundet und hatte ihn erst neulich zu Hause besucht.
Der Saal eins ist eine Handball / Basketball Halle. Links und rechts
sind die Tribünen auf denen ca. 1500 Leute Platz haben. Gegen 19 Uhr
wurden die Türen geöffnet, aber wirklich voll sollte es an diesem
Abend nicht werden. Vor der Bühne war massig Platz und viele setzten
sich auch hin. Gegen 20.05 Uhr kam dann erst einmal die Vorgruppe "Crane"
aus Dänemark. Ich muß sagen als No Name Band fand ich
sie garnicht so schlecht. Sie spielten eine rockige Version von " American
Pie " und nach insgesamt 5 lauten Titeln, gab es eine kurze Umbauphase
und endlich sollte es gegen 20.50 Uhr los gehen. Eine neue Ouvertüre
kam von Band, STARK kann ich nur sagen, doch leider nicht von der
Gruppe, später mehr dazu. Es begann mit " Fire On High " und sie waren
wieder alle in Hochform, voller Lust, Leidenschaft und absoluter
Spielfreude. Leider war " Over London Skies " der einzige "
Part Two " Titel den sie an diesem Abend spielten. Dann nach " The
Diary Of Horace Wimp " verabschiedete Kelly die Band für eine
kurze Pause.Als es um 22 Uhr mit " Ticket To The Moon " in der kompletten
Fassung weiter ging waren noch nicht alle Zuschauer wieder im Saal. Aber
egal," the show must go on". Die Band spielte diesmal die Songs "
Do Ya " und " Rockaria " voll aus. Am Ende gab es dann mit " Don´t
Bring Me Down " leider nur eine Zugabe, und gegen 23 Uhr war der Traum
vorbei. Ich schätze 2000 Leute weilten diesem Ereignis bei. 2.
Station: KOPENHAGEN Das zweite Konzert führte mich in die Hauptstadt
Kopenhagen. Im Vegahaus mitten im Zentrum und in der Stadt
keine Infos. Gut gefüllt, diesmal auch die oberen Ränge, aber
wer möchte bei seiner Band und seiner Musik schon unbedingt
sitzen ? Also wieder ganz vorne und wieder eine bestens eingespielte
Band. Aber es gab auch eine kleine Überraschung, nach " Rock And Roll
Is King " gab es " Confusion ", was in Vejle noch nicht zu hören
war und man spielte ohne Pause. Die Fans waren begeistert und wesentlich
euphorischer als am Tag zuvor. Kelly hatte alle im Griff und sie hörten
auf seine Kommandos. Ein gelungenes Konzert vor vielleicht 3000 Leuten.
Aber was hatte es nun mit dieser herrlichen neuen Ouvertüre
auf sich.
3. Station: AARHUS Mein letztes Konzert fand in Aarhus
statt. Zusammen mit Dagmar, Manuela und Thomas hatten wir die Einladung
von Kelly Groucutt angenommen, sie beim Soundcheck zu beobachten. Da saßen
wir nun im Aarhuser Musikhaus Saal 1 mit über 5000 Sesseln.
Nur die Band, die Techniker und wir vier. Ein schönes Erlebnis und
es ist immer interessant wie sie sich warm spielen vor dem großen
Auftritt. Kelly spielte zum Beispiel einen teil von dem Beatles-Song "
Nowhere Man ". Was Eric, Mik, Lou und Gordon auf ihren Instrumenten spielten
konnte ich nicht erkennen. Hux ist schon ein Komiker, wackelt mit seinem
Hinterteil über die Bühne und ist einfach spaßig. Hier
füllte sich zum Abend der Saal schnell, viele ältere Damen
und Herren schick gekleidet. Leider war dieses Konzert komplett
bestuhlt. Diesmal begann die Band pünktlich, aber ohne Vorgruppe.
Vereinzelt standen die Leute auf, setzten sich dann aber wieder brav,
um die dahinter sitzenden nicht die Sicht zu nehmen. In Kopenhagen
preschten sie nur so davon, aber hier gab es wieder eine Pause. Musik kam
in der Pause vom Band und ratet mal von wem ? Phil Bates CD " Agony &
Ecstasy " dröhnte aus den Lautsprechern, war das jetzt
sarkastisch gemeint? Es ging weiter und nach " Do Ya " stellte Lou
wie an allen Abenden die Band vor. Er machte das voller Stolz und richtig
gut. Auch hier standen am Ende der Show alle, und wir hofften es
würde noch eine zweite Zugabe geben, aber es war vorbei und das Saallicht
ließ keinen Zweifel darüber aufkommen. |
Phil Bates
auf Deutschlandtournee 2000
Für viele
von Euch war es sicherlich eine Überraschung, aber er war wirklich
zurück gekommen um uns Freude und Spaß zu bereiten. Phil Bates,
Tom Leary und Mark Knight verweilten vom 23.06.00 bis 01.07.00
in Deutschland. Interessanter Weise startete diese Tournee in Kühlungsborn
an der Ostsee und endete in Gardelegen. Die Tour hatte ausschließlich
im Osten Deutschlands halt gemacht. Nichts desto trotz waren
mancher Orts wie zum Beispiel in Suhl die Veranstaltungsorte restlos
ausverkauft. Wobei es in Berlin wirklich zum intimen Clubabend mit ca.
40 Fans kam. Ich hatte die Möglichkeit an zwei Abenden seine
markante Stimme und Spielfreude wieder einmal live mit zu erleben.
Es war großartig als ich am 24.06.00 in Lanke bei Berlin ankam.
Eine wirklich kleine Kneipe und schätzungsweise 50 bis 80 Leute
würde ich sagen hatten Platz.Tom erkannte mich gleich00von Plaue als
ich ihn vor zwei Jahren dort kennen lernte. Auch Mark und Phil waren
sehr nett und fragten mich gleich wie es mir geht und ich hatte den
Eindruck das sie sich freuten mich wieder zu sehen. Sie stimmten
ihre Instrumente und ich schoss die ersten Fotos. Danach deckte ich
mich erst einmal mit Autogrammen ein und ließ auch das Trickster
Foto aus dem ELO Tourheft von 1978 signieren. Phil hatte auch seine limitierte
2. Solo CD " Agony & Ecstasy " dabei. Außerdem eine CD der
Gruppe MAIJA namens " Offa´s Journey ", bei der er neben Jo Bates
(seiner Frau ) und Alan Cooper Mitglied ist.Letztere beinhaltet reine Instrumentale
keltische Musik, wie auch das Stück " Celtic Dawn " das schon auf
dem Naked Album erschienen ist. Mit Mark ist etwas ganz merkwürdiges
geschehen, er hat jetzt kurze Haare und Phil hat einen kleinen Bauchansatz
bekommen. Einige Berliner Fans waren dann auch zugegen, die Familie
Kaufhold, Pabst und auch Malcom & Heike fanden den Weg zur Fischerhütte
in Lanke. Kurz nach 21 Uhr begann das Konzert. Leider gab es keine
Bühne und viele der Gäste mussten stehen, da es nur begrenzt
Stühle gab. Aber dafür sang er wieder großartig,
Tom fiedelte was das Zeug hielt und Mark war einfach nur gut drauf. Songs
aus beiden Phil Bates CD´s und natürlich wieder drei ELO
Klassiker, wobei die Leute vom Kneiper alle Wunderkerzen bekamen und die
Stimmung bei " Can´t Get It Out Of My Head " kaum besser sein konnte.
" Evil Woman " und " Showdown " komplettierten den ELO Teil des Konzertes.Nach
einer Pause kam der zweite Teil der Show und Phil spielte auch wieder von
Stevie Wonder " Superstition " und Eric Clapton " Lay Down Sally ". Alle
drei waren froh wieder in Deutschland zu sein und hatten immer ein lächeln
in den Augen. Phil hat jetzt kürzere Haare als vor 2 Jahren
und will nie wieder zurück zur Band. Es war eine gute Zeit, aber alles
ist einmal vorbei. Gut eine Woche später am 30.06.00 dann der vorletzte
Auftritt dieser Tour. In Brandenburg an der Havel, am Beetzseeufer steht
die Gartenkneipe " Zur Asche ". Ein nettes Lokal mit irischem Flair und
wohl 60 Leuten an diesem Abend. Eine kleine Bühne in der Mitte
und wieder diese ungebremste Freude am spielen der Matadoren. Bei
diesem meinem Heimspiel gab es dann auch etwas besonderes. Sie spielten
in einer wirklich atemberaubenden Version " Hold On Tight " und von den
Beatles " Get Back ".Diese 2 1/2 Stunden vergingen wie im Fluge. Kerstin
& Ilona aus Sachsen bereuten an diesem Abend ihre lange Reise
nicht. Sie genossen diese wirklich magischen Augenblicke sehr, hautnah
erlebten sie die Musik mit. Alle drei Musiker genossen den Applaus
und wie schon in Lanke sang Phil den Song aus Eldorado solo. Die
Wunderkerzen wurden geschwungen und ich dachte es wäre Weihnachten.
Spaßeshalber habe ich Phil gefragt, ob er auf meiner Hochzeit spielen
würde und er war nicht abgeneigt. Also sollte ich in Zukunft
irgendwann einmal heiraten, die Band habe ich schon ! Fragt
die Frauen aus Sachsen, sie waren dabei ! Im kommenden Jahr wollen
die drei wieder hier sein. Phil zeigte mir noch ein Foto von seinen beiden
Töchtern Rosie & Sarah, dessen Bild er immer an seinem Herzen
trägt. Der Promoter dieser Tour meinte abschließend zu
mir, wenn ich mal eine tolle Geburtstagsfeier veranstalten möchte
mit Phil & Friends, soll ich mich bei ihm melden. Soweit meine
Eindrücke dieser Tour. Ich hoffe das es all denjenigen gefallen hat
die dabei waren. |
Phil Bates
auf Frühjahrstour durch Deutschland
Meistens ist
es ja so, wenn etwas erfolgreich ist, sollte man es ruhig wiederholen und
Gewinn daraus schöpfen. Künstlerisch betrachtet, aber auch finanziell
hat es sich für den Ex - ELO Part Two Musiker Phil Bates schon immer
gelohnt in Deutschland, besonders im Osten der Republik zu spielen. Als
Phil Bates im Herbst 2003 hier erfolgreich tourte gab es schon Zeichen,
das es nicht lange dauern sollte, bis er uns wieder besuchen würde.
Einen Tag bevor es aber mit der Electric Light Band so richtig zur Sache
gehen konnte, gab es am 14.04.04 ein exquisites Clubkonzert im Berliner
Yorckschlössschen. Das tolle daran war auch der freier Eintritt für
Jedermann ! Zusammen mit Ernie Schmiedel, Tastenmann bei der ELB wollte
Phil Bates uns sein Gefühl vom Blues zeigen. Schön an diesem
Abend war auch, das
einige Fans den Weg zum Club gefunden haben. Neben Miro und Ines
Pabst, Andreas und Evi Kaufhold, Malcom und Heike konnte man auch Jürgen
Haug begrüßen. Das Yorkschlössen in Berlin Kreuzberg fasste
ca.120 Leute in 2 Räumen. Ein kleines Podium mit Klavier erstreckte
sich am Eingang. Gegen 20.10 Uhr trafen die beiden Matadore ein. Phil begrüßte
einige Fans, stimmte seine Gitarren, Ernie teste die Technik und gegen
21.15 Uhr startete das erste Set. Mit einem Blues von Robin Johnson
/ Eric Clapton begann die Show und nach " Me And My Old Friend The Blues
" aus Phil's aktueller CD " Alter Ego " gleich der erste ELO Klassiker
"Hold On Tight ". Die Stimmung gerade bei den ELO Fans wurde immer besser.
" Rock And Roll Is King " brachte dann auch viele zum klatschen und nach
" Unchain My Heart " von Joe Cocker gabs erst einmal eine halbe Stunde
Pause. Um 22.20 Uhr Runde zwei mit " House Of Blues ", " What's Going On
" und " I Don't Wanna Lie Anymore ". Höhepunkte für mich in diesem
Set die Versionen von " Showdown " und "Evil Woman ". Bei letzt genannter
wurde richtig laut abgefeiert. Gerade auch das ältere Publikum ging
bei den ELO Songs richtig gut mit. Ebend Welthits !!! Eine Stunde später
Set Nummer 3 mit dem Beatles Hit " She's A Woman ", Rolling Stones " Is
All Over Now " und Stevie Wonders " Superstition ". Dazwischen auch Phil's
" One Man's Blues " und Ernie's Soloeinlage am Klavier. Es hatte sich etwas
gelichtet im Yorckschlösschen, als um 0.25 Uhr das Finale eingeleitet
wurde. Der große Jimi Hendrix Hit " Hey Joe " wurde da interpretiert
genauso wie die " Honky Tonk Women " von den Rolling Stones. Phil
beworb seine CD mit " Waiting For The Shit To Hit The Fan " und spielte
noch " Jealousy " aus seiner CD " Agony & Ecstasy ". Gegen 1.00 Uhr
nachts war dann musikalisch nach 26 gespielten Titeln der Abend beendet.
Mann sah es den beiden Musikern förmlich an, sie hatten wirklich
Spaß an diesem Abend. Befragt nach seinem Auftritt mit der Bev Bevan
Band in Birmingham antwortete Phil das es großartig war und
man auch MOVE Hit's wie " Blackberry Way ", " I Can Hear The Grass Grow
" und " Flowers In The Rain " spielte. Er könne sich auch vorstellen
mit der Band 2005 in Deutschland auf zu treten. Mit einem guten Gefühl
ging es für mich wieder nach Hause.
Meiner
Meinung nach wurde die Electric Light Band eigens gegründet um ELO
Musik live zu präsentieren. Natürlich mit Phil Bates als Leadsänger.
Was mich da am 18.04.04 in Thyrow, südlich von Berlin erwarten sollte
war dann auch eine dominate Show von großen ELO Klassikern und einigen
Überraschungen. Die Band sahs bereits im Innenhof des Gemeindezentrums
von Thyrow und genoß das gute Wetter, als ich gegen 18 Uhr
dort
eintraf. Auch sah ich einige Berliner Fans, was mich wieder freute. Die
sogenannte Kulturscheune ist eine kleine, moderne Scheune aus viel Glas
und Holz. Die Tische und Stühle waren schnell besetzt, als um 19 Uhr
der Einlaß begann. Kurz vor 20 Uhr warteten vielleicht 250 bis 300
Menschen auf den Beginn eines sehr hörenswerten Abends. Dann,
bevor es losging ergriff als erste Uta Klag die Betreiberin der Kulturscheune
das Mikro, bedankte sich beim Publikum und warb für weitere Veranstaltungen.
Tournee Manager Ernst Albrecht Scholz folgte mit einigen Worten des Dankes.
Um 20.06 Uhr erklang als Intro aus dem " Concerto For A Rainy Day ", die
Musiker, unter ihnen ein Geiger, erklommen die Bühne. Los ging es
mit dem Gassenhauer aus Face The Music " Evil Woman ". Das tolle, gleich
am Anfang hielt es niemanden mehr auf seinen Sitzen, das Publikum ob alt,
ob jung stand auf. Gewohnt souverän wurde der Titel präsentiert.
Als man " Rock And Roll Is King " spielen wollte, passierte etwas unvorhersehbares,
die Musiker hatten keinen Strom mehr auf der Bühne, " No More Light
" ! Es wurde handiert und probiert nach einer guten Minuten konnte dann
zum zweiten mal gestartet werden und das war dann auch zum Glück der
einzige Ausrutscher an diesem Abend. Der Bassist Ralf übernahm
den Leadgesang bei " Can't Get It Out Of My Head ". Lange nicht mehr Live
gehört, aber immer gerne vom Publikum mitgesungen, ein wunder schönes
" All Over The World ". Den Enthusiasmus
etwas gebremst mit " House Of Blues " und einem neuen
Titel folgte dann ein ELO Klassiker der eigenlich jeder kennt, " Last Train
To London ".Was jetzt folgte war bereits zu ELO Part Two Zeiten ein Erfolgsrezept.
Selbst die Reihenfolge der Lieder in diesem Medley übernahm Phil 1:1.
Die Menschen waren alle sehr begeistert und es wurde wie letztes Jahr im
Industriemuseum in Brandenburg vor der Bühne getanzt zu " Sweet Talkin'
Woman ", " Confusion ", " Do Ya " und " Rockaria ". Das Zusammenspiel der
verschiedenen Musiker hatte ich den Eindruck klappte ausgezeichnet. Nach
gut 50 Minuten war das erste Set beendet und man hatte Zeit sich etwas
zu erholen. Eine viertel Stunde später, die Band betritt die Bühne
und plötzlich erklangen seltsame Töne, ja das ist ja, nein unglaublich,
wirklich Live zu hören " So Seroius " und wieder singt Ralf. Endlich
einmal einen ELO Song, den man so Live wohl noch nie gehört hat. Ein
weiterer Meilenstein " Telephone Line ". Es bleibt ruhig mit " My Deciline
And Falls " von Phil Bates " Naked " CD. " Turn To Stone " läßt
das Publikum wiedholt tanzen und " Don't Wanna Lie Anymore " ebenfalls
von " Naked " wieder träumen. Bei " Calling America " sind alle
Hände oben und es klingt, als ob fast jeder sogar den Text beherrscht.
" Writing On The Wall " kommt auch sehr gut bei den Leuten an. Langsam
geht es zum Endspurt.
Der Geiger spielt das berühmte Intro zu " Livin' Thing " und alle
gehen mit. " Hold On Tight " läßt keine kalt, bei " Don't Bring
Me Down " wird dann das singende Publikum von Phil annimiert noch lauter
den Refrain an zu stimmen, alle machen mit. Was für ein spektakel,
doch die Band verläßt die Bühne. Lange wird aber nicht
um Zugaben gebettelt, das stehen sie schon wieder oben auf. Was sollte
wohl jetzt noch folgen können ? Die Fans wußten es bestimmt,
" Roll Over Beethoven " ließ die Wände wackeln und brachte Mann
und Frau noch einmal richtig zum schwitzen. Der Schlußpunkt wurde
dann mit " Whiskey Girls " aus " Moment Of Truth " aus dem 2. ELO Part
Two Album gesetzt. Eine grandiose Show ging gegen 22.08 Uhr zu Ende.
Tourneemanager Ernst Albrecht Scholz von Sound Promotion Rathenow zeigte
nach einem kurzen Gespräch auch Interesse, vielleicht die Bev Bevan
Band 2005 nach Deutschland zu holen. Da er mit Phil Bates bisher sehr erfolgreich
zusammen gearbeitet hat, könnte er sich auch diese Projekt gut vorstellen.
Da Phil Bates bereits an einer neuen CD gearbeitet hat, diese aber noch
nicht nach Deutschland mitbringen konnte, wird es im Herbst 2004 ein weiter
Tournee durch Deutschland geben, mit neuer CD im Gepäck. Fazit, ein
gelungener Abend, mit garantiert bester Unterhaltung der Electric Light
Band. Wo bekommt man momentan schon soviel ELO Hits am Stück Live
geboten ? Wir dürfen gespannt beleiben.
|
...auf
Frühjahrstour durch Deutschland
Mittlerweile
ist er schon im dritten Jahr nacheinander in Deutschland unterwegs, Phil
Bates. Den Rock And Roll hat er immer noch im Blut, auch wenn er auf einigen
speziellen Solo Konzerten
seine bluesige Seite heraus kehrte. Am 02.04.05 war ich in Wernigerode,
im Harz zu einer seiner Konzerte mit der Band. Der Verantstaltungsort,
das Harzer Kultur und Kongreßzentrum lag mitten in der Stadt. Die
Werbung selbst konnte ich nur als vorbildlich beurteilen, ich sah viele
Plakate, teils rießige über Brücken hängend in der
Umgebung. In der neuen Veranstaltungsreihe " Classic Sports - Rock
Night " sollte die ELB das Publikum begeistern. Es war wie ein kleines
Fantreffen, so viele bekannte Gesichter traf ich wieder, wie auf dem vergangenen
Fantreffen in Bremen. Thomas Marquardt mit Frau, Kerstin Birk mit Mann
Mario, Franke Esche und Frank Bickel, wirklich eine große Freude
lag da in der Luft. Manchmal ist es einfach erstaunlich was da so bei den
Soundchecks alles zu hören sein kann, oftmals überraschender
als das eigentliche Konzert. Wir hatte nachdem wir die Musiker begrüßten
die Möglichkeit dem bunten Treiben auf der Bühne bei zu wohnen.
Das interessanteste für mich, war Phil´s Version von " Shangri
La " an der Akustikgitarre. Einen Titel, wie Phil später meinte der
ihm auch sehr ans Herz gewachsen war. Aber keine Chance, ins Liveprogramm
wird er wohl nie aufgenommen werden, einfach schade, dem Publikum nicht
auch einmal die Chance auf etwas Neues zu geben. Ich denke, die breite
Masse möchte die Hits von damals hören und keine Albumtitel oder
Single - B Seiten, das wäre wohl nur der Traum der Fans. Gut gesessen
haben wir an diesem Abend, verteilt an Tischen, doch richtig dunkel wurde
es eigentlich nie in dem Saal. Das Publikum, schätzungsweise 250 Leute
waren mehr älteren Semesters. Aber das sollte der Stimmung nicht schaden.
Ein Moderator kam auf die Bühne und kündigte die Band an. Bevor
es aber los ging sollte das Publikum noch
Phil ein kleines Ständchen bringen, da er am 30.03. ja erst Geburtstag
hatte. Nun kam das klassische Happy Birthday und Phil Bates auf die Bühne,
bedankte sich, bekam noch ein Geschenk und los ging kurz nach 20 Uhr die
Rock And Roll Show. Klassiker auf Klassiker, ein Genuß für beide
Ohren. Nach " One More Tomorrow " für mich die Überraschung
" Midnight Blue ", Phil´s Solo an der Akustikgitarre. Gestochen scharf
und überwältigend. Bei " Last Train To London " tanzten wieder
viele Leute hinter den Tischen, Platz war ausreichend vorhanden und
das Medley aus " Sweet Talkin´Woman / Confusion / Do Ya Rockaria
" beendete wie immer den ersten Teil des Abends. Höhepunkte des zweiten
Teils waren für mich wieder einmal " So Serious " und " Turn
To
Stone ". Gegen 22:30 Uhr war der Traum dann wieder ausgeträumt. Alle
Musiker bekammen noch Geschenke vom Veranstalter und das unter tosendem
Applaus. Einige Minuten später gab es noch eine Autogrammstunde,
wo alle Musiker fleißig schrieben und sich fotografieren ließen.
Zusammen mit
dem Tourneeveranstalter Ernst Albrecht Scholz, einigen Fans und natürlich
Phil Bates und Keyboarder Ernie Schmiedel ging es noch in eine gediegene
Kneipe in der innenstadt. Dort gab es neben Rotwein auch einige Neuigkeiten
von Phil zu erfahren. Er ist gespannt auf die Konzerte mit Bev Bevan´s
Move. Interessant ist aber auch, daß Bev Bevan gesagt hat, wenn die
Konzerte in Großbritannien gut laufen, er auch unbedingt nach Deutschland
kommen möchte. Die Sensation wäre also perfekt, wenn wir 2006
hier in Deutschland nach sehr langer Zeit wieder MOVE Lieder Live mit dem
Orginaldrummer Bev Bevan hören könnten. Phil Bates selbst hat
Neue Ideen sammeln können, für eine weitere CD im kommenden
Jahr 2006.
So wie es
aussieht ist die Geschichte noch nicht zu Ende geschrieben, sondern entwickelt
sich zum momentanen Dauerläufer. Es gibt bereits neue Termine für
den Sommer und eine Herbsttour der Electric Light Band ist auch in Plannung.
Ralf Vornberger, der Bassist hofft ebenso das sie noch viele Auftritte
bestreiten können. Es scheint sehr gut zu laufen für die momentan
beste ELO Coverband die in Europa tourt.
Gut einen
Monat später am 03.05.05 traf ich die Band mitten in unserer Hauptstadt.
Die " Knorre " ist ein Kunst und Kulturhaus mitten im Stadtbezirk Friedrichshain
in Berlin. Dort vor etwa 80 Zuhörern spielte die Band ab 20:30 Uhr
auf engsten Raum. Es war phantastisch, den Musikern so nah bei ihrem
Auftritt zu sehen. Die Stimmung war wie so oft sehr euphorisch und
man rückte gar die Tische und Stühle ´beiseite um zu tanzen.
Da behaupte mal einer noch, nach ELO Musik sich nicht bewegen zu
können. Nach den Standardzugaben " Roll Over Beethoven " und " Whiskey
Girls " begab sich Phil doch noch einmal heraus, um sein Solostück
" Going Home " zu performen. Die Lichter gingen dann gegen 22:42 Uhr aus,
aber nur für einen kurzen Augenblick.
Schließlich
wollte man noch an diesem Abend ein Souvenir mit nehmen. Ob CD, Poster
oder Autogramm, alles war möglich. Interessanterweise kündigte
das Managment auch neue Autogrammkarten für den Herbst an. Fazit,
in den 90´er Jahren brachte uns ELO Part Two fast jedes Jahr zum
schwitzen, heute
scheint es
ein Mann mit seiner Band zu sein, der weiß das es immer noch viele
Menschen hier draußen gibt, die die Musik des Electric Light Orchestras
schätzen und Live hören wollen. Ich kann nur immer sagen, geht
heraus zu den Konzerten und feiert die ELO Songs so laut ihr könnt.
Die Setlist
aus Wernigerode: Kultur und Kongresszentrum am 02.04.05
Start: 20:08
Uhr
01. All Over
The World 02. Rock And Roll Is King 03. Showdow 04. Can't Get It Out Of
My Head ( Ralf singt ) 05. Evil Woman 06. One More Tomorrow * 07. Midnight
Blue ( nur Phil an der acoustic Gitarre ) 08. What Don't Kill You Makes
You Stronger 09. Last Train To London 10. Medley: Sweet Talking Woman /
Confusion / Do Ya / Rockaria 11. So Serious ( Ralf singt ) 12. Telephone
Line 13. My Decline And Fall 14. Turn To Stone & Schlagzeugsolo
von Bernhard 15. Still In Love With You 16. Calling America 17. Writing
On A Wall 18. Hold On Tight 19. Livin' Thing 20. Don´ t Bring Me
Down
Zugaben: 22.
Roll Over Beethoven 23. Whiskey Girls
* In Berlin
statt " One More Tomorrow " " One Sky " ! |
...
und es war Sommer ... Die ELB Sommertour 2005
Soviel ELO
Livemusik wie bisher im Jahre 2005 konnte man schon lange nicht mehr hören.
Sie macht sich noch immer auf jeder Party gut. Wenn man ELO nicht
kennen sollte, (so etwas soll es ja noch geben) so kennt der Partygast
doch wenigstens ein, zwei oder mehr Hits der Band. Ich hatte das
Glück die Electric Light Band auf ihrer Tour etwas zu begleiten, da
einige Konzerte ganz in meiner Nähe statt fanden. Am 25.06.05
gastierten sie anläßlich der Einweihung eines sanierten, historischen
Wasserturms im Premnitz. Schätzungsweise 700 Gäste verfolgten
das Treiben auf der Bühne, obwohl es zeitweise regnete. Aber die Stimmung
war trotzdem sehr ausgelassen und die Band hatte alles im Griff. Am Ende
gab es sogar ein Feuerwerk. Am 05.08.05 gaben sie im Rahmen der Reinickendorfer
Festtage in Berlin ein kostenloses Konzert auf der RTL 104.6 (Radiosender)
Bühne. Wieder hatten die Zuhörer mit dem schlechten Wetter zu
kämpfen, es
regnete sehr heftig und wollte einfach nicht aufhören. Viele Regenschirme
versperrten die Sicht auf die Bühne und das Programm wurde leicht
gekürzt. " Writing On The Wall " und " Whiskey Girls " entfielen.
Dafür waren einige ELO / ELB / Phil Bates Fans Vorort, die sichtbar
ihren Spaß hatten. Nach dem Konzert gab es wieder ein Feuerwerk und
natürlich auch wieder Autogramme. Weiter ging es am 07.08.05 zum Strandfest
nach Wusterwitz. Eine tollte Nacht wurde es, ganz ohne Regen wurde ausgelassen
gefeiert und getanzt. Mein persönliches Highlight war aber das Gauklerfest
am 09.08.05 in Berlin. Bei bestem Wetter und toller Location, an
der Spree gelegen, gegenüber dem Palast der Republik, im Hintergrund
den Fernsehturm und der Berliner Dom, hörte das Publikum einige der
besten ELO Songs. Etwas verhalten, richtig scheu trauten sich die Menschen
nicht direkt an die Bühne. Trotz mehrmaliger Aufforderungen von Phil
und Ralf klaffte eine unüberbrückbare Leere zwischen der Band
und dem Publikum. Dabei hatte ich die Berliner immer so locker in Erinnerung.
Egal, der Rock And Roll Express lief auf hochtouren, Ernie versteckte sich
wieder hinter seinen Keyboardtürmen, Bernhardt spielte souverän
sein Schlagzeug, Ralf entwickelt sich wie damals Kelly zum " Spaßvogel
" der Band. Phil nannte ihn nach dem Bravourstück " Rockaria ! "-
die Diva. Valentin ist ein sehr guter Geiger und sie haben mit ihm
wirklich eine exzellenten Musiker gefunden. Phil hatte wieder eine
tolle Stimme und man hätte sich sicher noch mehr von ihm wünschen
können. Nach der Zugabe und der sehr schnellen Gruppenverabschiedung
gab es wieder ein Feuerwerk. Nichts außergewöhliches dachte
ich erst. Die Band stand noch auf der Bühne und von der Technik wurde
auf einmal das " Eldorado Finale " eingespielt, alle blickten nach oben,
denn plötzlich erhellten Raketen den nächtlichen Himmel
über
Berlin. Eine sehr schöne Geste von r.s.2, dem Berliner Radiosender
auf dessen Bühne die ELB zuvor noch spielte. Gut dachte ich mir, endlich
mal ein nettes Ende, aber es ging ja erst richtig los, mit den kompletten
ELO Songs " Secret Messages " und " Twilight ", UNGLAUBLICH! Diese Farbenpracht,
diese hellen Kugeln und Fontänen dazu diese herrliche ELO Musik. Gegen
22.30 Uhr gab es wieder reichlich Autogramme und ich kann Euch eines verraten,
der Herbst wird heiß, heißer als der Sommer bestimmt. Die Band
hat geprobt und sie wird 5 alte Songs, neu in ihrem Set aufnehmen. Soviel
sei verraten, 3 ELO und 2 Phil Bates Songs. |
|
PHIL BATES
im märkischen Land
Ganze 3 Jahre
dauerte es, bis Phil Bates wieder den Weg nach Deutschland fand.
Ich hatte
Glück, das er auch uns Brandenburger Fans besuchte und das an
ganz besonderen
Orten. Am 20.09.03 stand das Industriemuseum in der Stadt Brandenburg an
der Havel auf dem Programm. Das in der ehemaligen Stahlwerkerhalle erhaltene
technische Denkmal wurde schon des öfteren für Konzerte genutzt.
Überraschend traf ich auch FTM Leser aus Eberswalde und Röderau,
was mich freute. Auf der kleinen Bühne sollten später 4 Musiker
aktiv werden. Die Halle füllte sich langsam mit ca 200 Leuten, die
an den Tischen und Stühlen Platz nahmen. Gegen 20:50 Uhr kamen langsam
die Musiker zu ihrem Arbeitspaltz, der Keyboarder initiierte ein
mir unbekanntes Intro, Schlagzeuger und Bassist nahmen Position ein und
dann kam Phil Bates, ganz in schwarzer Kleidung und los ging es mit " Evil
Woman ". Es war für mich wieder ein großartiger Augenblick
ELO Musik live zu erleben. Welche beim Publikum
auch am meisten gefeiert wurde. Natürlich klangen die Stücke
anders als bei den großartigen ELO Part Two Konzerten und erst recht
das Orginal, aber man gab sich Mühe und so folgte Hit auf Hit. Bei
den langsamen Titeln wechselte Phil zur Austikgitarre, selbige welche er
auch schon bei Part Two benutzte. Seine Begleitband sind allesamt Musiker
aus dem Raum Berlin. Der Keyboarder hatte die Angewohnheit selbst bei dem
Konzert noch seine Zigarretten zu rauchen und die Asche fiel auf die Tasten,
was ihn aber nicht zu stören schien. Der Bassist Namens Ralf
durfte sogar bei 2 ELO Liedern den Leadgesang übernehmen.Nachdem Medley
bestehend aus " Sweet
Talkin´ Woman ", " Confusion " , " Do Ya " und " Rockaria "
kam um 21.45 Uhr die halbstündige Pause. In dieser konnte man Phil´s
neue CD " Alter Ego " für 15 Euro erwerben, etwas trinken oder
sich zu essen holen.Teil 2 der Show startete dann auch gleich mit " Roll
Over Beethoven " und langsam wippte das Publikum stärker, aber noch
saß es. Erst bei " Hold On Tight " geschah das Wunder, ein Paar kam
nach vorne und tanzte vor der Bühne. Der Bann war endgültig gebrochen
und der Platz zwischen der Bühne und der ersten Reihe füllte
sich mit tanzenden Menschen. " Don´t Bring Me Down " war dann wohl
sichtlich der Höhepunkt, als auch das Publikum Phil´s Gesang
laut unterstützte. Dann kam als Zugabe aber noch einmal " Roll Over
Beethoven ", als ob man uns es jetzt noch einmal richtig zeigen wollte.
" Crossroads " und " Superstition " waren dann die letzten Stücke
an
diesen Abend. Einige Minuten nach dem Konzert konnte man sich natürlich
noch von Phil alles mögliche signieren lassen. Der Tourpromoter erzählte
auch das Phil vielleicht im April 2004 wieder nach Deutschland kommen könnte,
was auch Phil selbst bestätigte. Im Gepäck dann wahrscheinlich
auch eine neue CD.
Am
Sonntag den 21.09.03 ging es dann nach Hohennauen, ein Dorf 6 km
nördlich von Rathenow. Mit guten 140 Besuchern war die Dorfkirche
fast bis auf den letzten Platz gefüllt. Ich hatte den Eindruck das
sich alle kannten, begrüßten die Meisten sich doch innig. Überall
standen Teelichter und erfüllten den Raum mit Kerzenlicht. Auf der
Bank wo wir saßen kam in mir ein vorweihnachtliches Gefühl auf.
Alle warteten gebannt, und selbst von den Rängen blickten gespannte
Gesichter hinunter. Um 19:10 Uhr startete das Program. Hinter dem Taufbecken
zogen die vier nun ihre Rock And Roll Show durch. Der Klang war besser
als in Brandenburg, dafür musste aus Platzgründen aber auf die
Trockeneismaschine, den Nebel und einige Scheinwerfer Spots verzichtet
werden. Durchgespielt ohne Pause und musikalisch etwas variiert, kam "
Don´t Wanna Lie Anymore " aus Phil´s erster CD Naked dazu und
man verzichtete auf " She´s A Woman " und " Walking Back
Towards The Light ". Euphorisch bekamen sie Applaus, aber auch erst ab
" Don´t Bring Me Down " trauten sich einige auf zu stehen und laut
mit zu singen. Nach 2 Zugaben war dann um 20:54 Uhr bereits wieder alles
vorbei. Das Publikum, hier mehr von Jüngeren dominiert, war sichtlich
begeistert. In Brandenburg waren mehr Ältere ab 40 Jahren zu gegen.
Aber ich denke, jeder hatte seinen Spaß mit der Musik des ELO.
Ich bin froh
diese beiden Abende mit toller Livemusik verlebt zu haben und hoffe Phil
Bates 2004 wieder zu sehen.
Songliste
aus Brandenburg an der Havel, Samstag, 20.09.03, Industriemuseum
Intro,
Evil Woman, Rock And Roll Is King, My Decline And Fall, Showdown, Can´t
Get It Out Of My Head ( Ralf ), House Of Blues, Dolycannau, One More Tomorrow,
Medley: Sweet Talkin Woman, Confusion, Do Ya, Rockaria, Roll Over Beethoven,
Telephone Line, Writing On The Wall, Jealousy, Walking Back Towards The
Light, She´s A Woman, Whiskey Girls, Hold On Tight ( Ralf ), Don´t
Bring Me Down
ZUGABEN: Roll
Over Beethoven, Crossroads, Superstition
|
Die
Sommer Open Air Tour der Electric Light Band 2004
Nach
den erfolgreichen Frühjahrskonzerten hier in Ostdeutschland nahm die
ELB noch Sommer Open Air Shows war. Von zwei Auftritten möchte ich
hier berichten. Eingeladen wurde die Band auch zum 15. Fischerfest nach
Ketzin, in der Nähe von Potsdam. Höhepunkt des dreitägigen
Festes sollte am 21.08.04 die Oldie Nacht werden. Gut gelaunt traf ich
die Band beim nachmittaglichen Soundcheck an der Open Air Bühne. Leider
hatte Phil Bates noch nicht seine neue CD dabei, aber mir viel sofort der
neue Geiger auf. Jung, dynamisch, voller Enthusiasmus sich den neuen Aufgaben
zu stellen. Man konnte nur hoffen das der Regen fern bleiben würde.
Einige Nachwuchsbands präsentierten sich am frühen Nachmittag
kostenlos dem Publikum. Für die Oldienacht durften man dann 17 Euro
bezahlen. Gegen 19 Uhr füllte sich der Platz vor der Bühne und
ich traf auch zwei alte Bekannte, Kerstin Birk und Uwe Best vom Fanclub.
Zusammen feierten wir diese Nacht ausgiebig. Leider fiel immer wieder der
Regen durch die Wolken und nach 20 Uhr betrat als erster Harpo die Bühne.
Der kleine Schwede wie immer barfüßig, hatte mit " Moviestar
" seinen größten Hit, den er auch live sang. Nach ihm standen
die Rubettes mit Bill Hurd auf den Brettern und das Publikum tanzte vor
der Bühne, trotz des strömenden Regens. Interessanterweise spielten
sie nicht nur ihre Hits und
Rock And Roll Standards, sondern auch das legändäre " Califorina
Man " der MOVE, sehr erfrischend. Nach ihrem größten Hit
" Sugar Baby Love " und der Umbaupause trat endlich gegen 22.34 Uhr die
Electric Light Band auf die Bühne. Glücklicherweise hörte
es mit dem Intro zum " Concerto For A Rainy Day " zu gießen auf und
man konnte wieder ohne Regenschirm der Musik zuhören. Bei " Evil Woman
" und " Rock And Roll Is King " taten sich meiner Meinung nach die Leute
noch etwas schwer, aber als dann " Livin' Thing " startete hatte die Band
das Publikum auf ihrer Seite. Das Mitsingen bei " Calling America " klappte
auch ganz ordentlich. Bassist Ralf sang wieder " Can't Get It Out Of My
Head " und nach " Showdown ", " Turn To Stone " und " All Over The World
" folgte der einzige Solotitel von Phil Bates " Writing On A Wall ". "
So Serious " live zu hören war wieder ein voller Genuß und nach
" Last Train To London, " Telephone Line " und " Hold On Tight " gab es
auch schon fast den Endspurt mit dem seit ELO Part Two Zeiten bekannten
Medley Schema " Sweet Talkin' Woman / Confusion / Do Ya / Rockaria ! "
Bei " Don't Bring Me Down " sollte das Publikum wieder selbst die Führung
übernehmen, was es auch tat. Als Zugabe gab es dann noch " Roll Over
Beethoven " und die Band verabschiedete sich gegen 23.52 Uhr. Einige Minuten
später gab es dann auch noch Autogramme für die Fans. Fazit,
wieder eine gelungene Show mit ca. 1500 Menschen, die trotz des schlechten
Wetters aus hielten und die Musik als Anlaß zum tanzen nahmen.
Gut eine Woche
später, am 29.08.04 ging es nach Premnitz, nahe Brandenburg an der
Havel, zum 25. Dachsbergfest, wieder unter freiem Himmel, dafür aber
kostenlos. Irgendwie meinte es auch an diesem Tag der Himmel nicht gut
mit uns. Es regnete nicht nur, sondern hagelte auch zeitweise. Wirklich
keine guten Bedingungen für ein Freiluft Konzert. Kerstin Birk und
Thomas Marquardt vom Fanclub hielten mit mir durch. Da die Bühne nicht
komplett überdacht war, mußte die Frauenband CORA ihre Hits
u.a. " Fahrt nach Amsterdam " im strömenden Regen präsentieren.
Aber sie wurden
von ca 500 Menschen umjubelt, genau so wie die Electric Light Band, welche
gegen 21.50 Uhr nur ein verkürztes Programm spielen konnte. Es fehlten
das Intro zum " Concerto For A Rainy Day " ( obwohl es sehr passend gewesen
wäre ), " Can't Get It Out Of My Head ", " Showdown ", " Writing On
A Wall " und " So Serious ". Die Band stand weit vom Publikum entfernt
auf dem hinteren, überdachten, trockenen Teil der Bühne. Ein
Glück, die Technik, vor allem die Scheinwerfer hielten bis zum Ende
der Show gegen 22.47 Uhr durch. Danach gab es noch ein sehr schönes
Feuerwerk bei nachlassendem Regen.Das Beste an diesem Konzert, man hatte
die Chance nach dem Aufritt die komplette Familie Bates kennen zu lernen.
Eine ganze Woche, quasi zwischen den beiden Auftritten, waren Ehefrau Jo,
Töchter Rosie und Sarah sowie Vater Phil Bates in Berlin und Brandenburg
mit dem Auto unterwegs. Jo erzählte mir von dem Besuch der Berliner
Mauer und die Besichtigung des Reichstages. Es gefiele ihr und Ihren Töchtern
sehr gut in Deutschland. Auch lernten sie ständig neue Wörter
in deutsch dazu. Auch der Konzertveranstalter hatte sich für die kommende
Herbsttournee der ELB etwas einfallen lassen. Es gibt bereits T-Shirts
der Band und Autogrammkarten. Noch eine kleine Anekdote, der alte Geiger
soll schon einmal betrunken von der Bühne gefallen sein, so daß
man sich entschloß, die Stelle neu zu besetzten. Meiner Meinung nach,
spielte der neue Mann an der Geiger die Akkorde viel sauberer. Im Herbst
wird die Band wahrscheinlich dann nur zu viert touren, ohne Geiger. Ich
kann abschließend nur sagen, besucht die Konzerte, lauscht der phantastischen
Musik ob von ELO oder Phil Bates ! |
Im
Blütenmeer mit der Electric Light Band
Auf dem diesjährigen
Baumblütenfest in Werder an der Havel gab es neben den üblichen
Attraktionen am 29.04.2006 auch einen Auftritt von Phil Bates mit seiner
Electric Light Band. Direkt an der Havel, auf der Insel von Werder stand
die RTL Bühne, wo sich zuvor einige unbekannte Künstler zeigten.
Das vornehmlich junge Publikum zeigte sich sehr ausgelassen, was wohl auch
am massiven Genuß des Obstweines lag. Der Tag war nicht mit viel
Sonne gesegnet, als aber die Band gegen 20.30
Uhr als Headliner die Bühne erklommen, verschwand der Regen und die
Show konnte ohne Probleme für die Zuhörer starten. Das Programm
war fast identisch mit dem letzten Auftritt, den ich vergangenen Jahres
in Plaue sah. Alle spielten routiniert und sicher ihr Instrument. Durch
eine Vielzahl an Hits wie " All Over The World ", " Evil Woman ", " Showdown
" oder auch " Last Train To London " wurde das Publikum begeistert. In
der zweiten Hälfte dann aber doch eine echte Überraschung. Ein
Hammer hartes " Twilight ", sehr schön nach all den ganzen Jahren
endlich auch wieder einmal diesen ELO Super Hit Live zu hören. Ohne
Unterbrechung wurde bis 22 Uhr der Rock And Roll nach Werder gebracht.
Phil Bates scheint wider fit zu sein und will auch seine alten Weggefährten
von Orchestra beim UK Konzert in Cardiff besuchen. Es ist ja in der Vergangenheit
bei den ELB Open Air Konzerten schon des öfteren Regen vom Himmel
gefallen. Aber am 02.06.06 in Rathenow auf der Landesgarten- schauh hielt
die Sonne stand. Im Rahmen einer Oldienacht gastierten die Jungs leider
nur eine satte Stunde auf der großen Hauptbühne.Von 20.25 Uhr
bis 21.25 Uhr spielten sie leider ein gekürztes Programm von
12 Songs. Man verzichtete auf die Phil Bates Solotitel und leider auch
auf " Twilight ". Dafür spielte man aber vor gut 1000 Zuhörer.
Vielleicht lag es auch daran, das Altrockerin Suzi Quatro als Höhepunkt
funkieren sollte. Härter und Schärfer klang für mich aber
der ELB Auftritt. Phil arbeitet momentan nicht an neuen Songs und ob es
im Herbst wieder Auftritte geben wird ist noch offen. Hoffen wir
das die Musik des Electric Light Orchestra noch lange Live weiter getragen
wird. |
ONE
SKY - Die Herbsttour der Electric Light Band 2004
Es
ist einfach schön, lieb gewonnene Orte im Leben öfter zu besuchen
und ihren Zauber immer wieder auf einen wirken zu lassen. Phil Bates
konnte ich nun in diesem Herbst noch einmal wiedersehen. Der Tourauftakt
begann wieder in Thyrow, unweit südlich von Berlin. Anders als im
Frühjahr gab es an diesem Abend, den 14.10.2004, keine Stühle
zum Sitzen, nur hohe Tische zum anlehnen. Dadurch konnte sich das
Publikum besser verteilen und weitaus mehr Karten wurden auch verkauft.
Aus Kostengründen kam nur die Stammbesetzung, ohne Geiger. Aber Keyboarder
Erhardt " Ernie " Schmiedel konnte die Geigenparts recht gut imitieren.
Alle waren wieder da, Kerstin, Ines, Miro, Andreas ja sogar unser Schweizer
Markus Brunner fand den Weg nicht zu weit. Endlich hatte Phil auch seine
neue CD " One Sky " dabei, welche mir persönlich sehr gut gefällt.Schnörkelose
Britpopanleihen und träumerische Melodien. Leider kamen nur " One
Sky ", " What Don`t Kill You Makes You Stronger " und " Still In Love With
You " zum Live Einsatz. Dafür aber wieder unsere Liebgewonnenen ELO
Hits. Auch die beiden Part Two Songs " One More Tomorrow " und "
Whiskey Girls " wurden nicht vergessen zu spielen. Rund um ein gelungener
Abend. Glücklich und zufrieden dürften die ca 400 Zuhörer
schon gewesen sein, viele deckten sich noch mit Phils aktueller CD ein
und enspannt gab die Band auch wieder Autogramme und hielt für Fotos
still. In Stendal am 17.10.2004 fand ihr Konzert wieder in der Katharinenkirche
statt. Thomas Marquardt ließ sich dazu etwas ganz besonderes einfallen.
Er verteilte vor dem Konzert auf den Sitzenplätzen eine kleine Biographie
von Phil und auch den Text von " Don`t Bring Me Down
". Einfach clever, so konnte der Publikumschor von 250 Stimmen Textsicher
Phil beim Finale unterstützen. Rock And Roll In The Church - ist doch
immer wieder ein Erlebins. An solch einem geweihten Ort einmal die treibene
Kraft dieser tollen Musik zu hören, macht sie noch unsterblicher.
Bernhard Herzliger hatte hier an den Drums sogar die Möglichkeit ein
kleines Solo zu spielen. Bis auf " One More Tomorrow " was hier nicht
gespielt wurde, war es das selbe Set wie in Thyrow. Für mich war es
auch schön, Olaf und Doreen Karge aus Schwerin wieder zu sehen. Sie
sorgten mit den anderen Fans für tolle Stimmung während des ganzen
Konzertes. Nach dem Konzert ist bekanntlich vor dem Konzert, so auch in
Stendal, für mich die letzte Reise, aber auch 2005 wird man wieder
in Deutschland ELO Musik Live hören können, sagte Gitarrist Ralf
Vornberger. Das ist doch schon ein guter Grund sich auf die kommende Zeit
zu freuen. |
Ein
Ostergeschenk der Electric Light Band
Für
uns ELO Fans dürfte 2007 ein ganz besonderes Jahr werden. So viele
CD´s wurden schon lange nicht mehr in einem Jahr veröffentlicht
und viele neue stehen uns noch bevor. Dazu gibt es ELO Musik satt im deutschen
Lande. Im Westen tourt das Magic Orchestra und mehr im Osten die Electric
Light Band mit Phil Bates. Beide bringen den ELO Sound live zurück
auf die Bühne.
Am 7.April,
Ostersamstg war es wieder soweit. Phil Bates und seine ELB spielten zum
wiederholten male in Plaue in der Kneipe Pur. Erfreulicher Weise
war diese Veranstaltung ein Nichtraucher Konzert, was auch so akzeptiert
wurde.
Einige Berliner
ELO Fans fanden auch wieder den Weg ins Brandenburger Land. Die erste Überraschung,
als gegen 21 Uhr mit All Over The Worlddas Konzert begann,
war: wo ist Valentin, der Geiger ? Auf der Bühne stand eine junge,
dynamische, sehr attraktive Geigenspielerin und überraschte mich völlig.
Ihr Spiel, ihr Auftreten verhalf vom ersten Moment der ELB zu neuem Glanz.
Wie ich später erfuhr, konnte Valentin aus terminlichen Gründen
nicht mehr mit der Band touren. So fand man Susanne Filep aus Berlin, welche
sich sehr gut in die Männerriege hinein integrierte. Rock And
Roll Is King und Showdown kamen sauber rüber
wie gewohnt. Ein wunderschönes Ticket To The Moon intoniert
von Ralf. Evil Woman und ein starker Phil Bates Rocker What
Don´t Kill Me Makes Me Stronger folgten. Danach wurde es
ruhiger mit dem House Of Blues von Phil´s Alter
Ego Solo CD. Vor 2 Jahren in Wernigerode gab es für mich zum
ersten mal Midnight Blue, damals wie heute nur mit der Akustikgitarre,
wobei nun Schlagzeuer Bernhard und Gitarrist Ralf nach vorne zur Bühne
kamen, um den Chorgesang zu übernehmen. Wirklich sehr ergreifend.
Ein weiterer
Discoknaller, Shine A Little Love, in voller Schönheit folgte,
bis zur Pause ist es nicht mehr weit. Das ELO Medley Sweet Talkin´
Woman, Confusion und Do Ya ertönen. Aber Moment
einmal, da gab es doch immer ein abschließendes Highlight ?
Schade, aber Rockaria wurde gestrichen und wird dafür
in einigen Shows komplett gespielt. "Vorhang".
Nach 40 Minuten
Pause, ja auch Musiker müssen einmal zur Toilette und sich stärken,
geht es in gewohnter ELO Manier mit einmem bombastischen Twilight
in die zweite Runde. Nach diesem Sturm kommen wir zu Telephone Line
und Turn To Stone, einem weiteren Klassiker mit dem gewohnten
Drumsolo von Bernhard. Nun rechnete ich wieder mit einem Phil Bates Song,
aber diese Töne hatte ich ja noch nie live gehört und mir wurde
es richtig warm ums Herz, als auch Susanne´s Geige den Noten folgte,
die nur zu Secret Messages passen konnten. Was für ein
Moment, es war das erste mal, dass die Electric Light Band vor Publikum
den Song ausprobierte. Nur einmal soll er im Soundcheck von Jeff Lynne
selbst im Mai 2001 in Los Angeles gespielt worden sein. Schlagzeuger Bernhard
machte den Vorschlag ihn ins Set aufzunehnmen und singt ihn auch selbst.
Nach dieser Offenbarung, wie toll dieser Titel auch Live klingen kann,
kam My Decline And Fall vom Naked Album. Calling America,
Whiskey Girls, ein knackiges Hold On Tight und ein
lupenreines Livin´ Thing folgten. Ich konnte mich noch
gar nicht so richtig sammeln, weil ich immer noch von Secret Messages
angetan war, wow !!! was für ein geiler Song. Don´t Bring
Me Down zum mitgrölen, und tanzen sowieso. Als Zugabe ein
sattes Roll Over Beethoven und ein wenig Discogestampfe von
Last
Train To London. Nichts geht mehr um 23.30 Uhr und alle waren sie
wieder glücklich und zufrieden. Phil und seine Band schreiben fleißig
Autogramme und seine aktuelle Solo CD Retrospektiv verkauft sich recht
gut. Eine Art Best Of mit neuen Titeln und einigen neuen Abmischungen,
sehr schön anzuhören. Am Ostersonntag ging es dann nach Stendal
in die Katharinen Kirche, sozusagen wieder einmal Rock And Roll In The
Church. Ein fast gleiches Set, nur bei Phil´s Solostücken wird
variiert. Diesmal war Still In Love With You statt House
Of Blues dabei. Mein dritter Besuch war dann am 14. April in Großenhain.
Dort gab es ein richtig kleines ELO Fantreffen mit Ilona, Familie Birk
und Franke Esche. Wieder eine tolle Show mit Secret Messages.
Die Quintessenz
daraus: besucht die Konzerte, es ist wieder großartig. |
|
©
Text & Bildmaterial, Mike Franke |