oder "Wie ein Traum Wirklichkeit wurde"
erleben
kontaktierte ich Lynn Hoskins, die Moderatorin der ELO Showdown Mailingliste
im Internet, ob es eine Möglichkeit für mich gäbe.
Das Unfaßbare geschah am 13. Mai, sie bestätigte mich für
beide ELO Auf- zeichnungen in Los Angeles. Ich war wie benommen,
buchte am 14. Mai meinen Flug, welcher wirklich mit einer Boeing
747ging und war bereits am 18. Mai gegen 18 Uhr das erste mal in meinem
Leben in den USA - nur für Mr. Jeff Lynne ! Bis zum 22. Mai lernte
ich die Stadt und Strände kennen. Am Abend gab es ein erstes
Aufwärmtreffen der ELO Fans. In der Mainstreet in Santa
Monica, im " O´Briens" einem irischen Pub trafen wir uns gegen 18
Uhr. Nicholas Schmidt, ein deutscher Fan welcher schon seit 6 Jahren
Vorort lebt, organsierte dieses erste oder auch zweite kennen lernen,
denn einige Gesichter kamen mir schon bekannt vor. Rob Caiger, Ralf Zurloh
und der Schweizer Markus Brunner waren auch dabei. Der 23. Mai sollte
dann für uns alle einer der großartigsten Momente unseres
ELO Lebens werden. Im " Canter´s Deli " Restaurant in North
Fairfax traf sich ab 15 Uhr die ELO Weltfan- gemeinde, 10 Minuten
entfernt von den CBS Studios. Vom ganzen Globus kamen sie aus Australien,
Neuseeland, Japan, Argentinen, Chile, USA, Kanada, Großbritannien,
Schweiz, Ghana und Deutschland. Endlich konnte ich zu den ganzen
e-mail Namen auch die Gesichter sehen und zuordnen. Ich lernte endlich
die bezaubernde Lynn Hoskins persönlich kennen. Nachdem wir
unsere Tickets von Andrew erhalten haben fuhren wir gegen 17.30 Uhr
rüber auf das Studiogelände der CBS. Ja unglaublich, dank unserer
Tickets konnten wir hier wirklich bequem parken. Vor dem Bereich
des Hintereingangs der Bühne 36 war ein Sicherheitstor, wie man es
auch von Flughäfen her kennt. Keine Kameras, Mobiltelefone oder
andere elektrische Geräte durften passieren sondern mußten bei
der CBS Security abgegeben werden. Nun saßen wir Fans auf Betonbänken
und warteten auf den Einlaß. Ein CBS Kamerateam versuchte krampfhaft
verschiedene Fans zu interviewen, natürlich voll gestellt. Man erwartete
auf diese und jene Antwort etwas ganz besonderes und sollte es wiederholen,
wenn man etwas unsicher
antwortete. Aber dann ging es doch kurz nach 18 Uhr hinein in die
Halle, die gut klimatisiert war. Wir zeigten unser Ticket der freundlichen
CBS Dame und waren erstaunt wie klein doch alles war und dann sahen wir
dieses halbkugelige Gebilde auf der Bühne, sofort war mir klar,
das ist ein neues ELO Raumschiff, für das 21 Jahrhundert gebaut,
unglaublich. Bald würde sich das Geheimnis im Inneren für uns
lüften. Die ersten 3 Reihen waren wohl nur für VIP´s
reserviert. Es gab zwar Platzanweiser, aber jeder kämpfte mehr oder
weniger für sich selbst. Ich war damit zufrieden nicht ganz
weit vorne, aber dafür mittig zu sitzen, ungefähr 10 Meter von
dem Raumschiff entfernt. Die Stuhlreihen selbst bildeten einen Halbkreis
um die Bühne herum, keine Kamera störte den Blickfang, da sie
alle hinter, über oder mobil waren. Ich zählte 7
Stück davon, eine an einem gewaltigen Auslegerarm befestigt und
mehrere tragbare mobile. Hinter den Standkameras war eine Tribühne
für die Presse und After Show Party Gäste. Die Höhe des
gesamten Raumes konnte ich schwer schätzen, aber es hingen unzählige
Scheinwerfer von den Seiten und der Decke herab. Die Wände waren
alle dunkel, mit schwarzem Stoff verhüllt, in denen kleine Lampen
leuchteten, so daß man den Eindruck gewann vor einem Sternenhimmel
zu stehen. Ungefähr 150 Journalisten und VIP´s sowie 150
Fans aus der ganzen Welt füllten diesen Saal. Eine junge Frau von
CBS trat nach vorne, ein Spot fiel auf sie und sie begrüßte
uns stehend vor dem geschlossenen Raumschiff. Sie bedankte sich für
unser kommen, wünschte uns eine gute Show und das wir doch ruhig
richtig mit machen sollten. Ganz wichtig war, das wir doch bitte alle elektronischen
Geräte ausschalten sollten, war wohl eher für die Presse
bzw VIP´s gedacht, wir hatten ja nicht´s mit hinein nehmen
können. Als letztes sagte sie das es gleich los gehen würde.
Eine freun´dliche männliche Lautsprecherstimme bat uns nochmals
alle Platz zu nehmen. Das Licht wurde dunkler, das Raumschiff begann
zu strahlen, ein spaciges Intro erklang und dann öffnete sich langsam
diese Halbkugel in einzelnen vertikalen Segmenten, die Teile
wurden nach oben gezogen und die Körper der einzelnen Musiker
gewannen an Gestalt. Bis jetzt saßen wir noch. Dann, dann endlich
stand mein Idol leibhaftig, nur wenige Meter vor mir, ich war wie
geschockt, fasziniert - Jeff Lynne. Links saßen die beiden
Cellistinen Nancy Stein - Ross und Peggy Baldwin mit ihren transparenten
Instrumenten. Marc Mann
an der E - Gitarre mit französischer Baskenmütze, dann
Jeff´s Freundin Rosie Vela Gesang, Jeff Lynne Gesang, E -Gitarre,
Akustik Gitarre, Gregg Bissonette Schlagzeug, Bruder Matt Bissonette
Baß und ganz rechts außen unser aller Richard Tandy Klavier,
Synthesizer. Sofort standen alle Fans bei dem ersten Stück
" Do Ya " und waren überwältigt. Es fällt mir sichtlich
schwer zu beschreiben was in mir alles vor sich ging, es war einfach
die perfekteste Sache der Welt in diesem Augenblick für
mich. Jeff und all die anderen auf der Bühne waren ganz in schwarz
gekleidet, obwohl wahrlich keine Trauer herrschte. Er machte auf
mich einen sehr gelösten Eindruck und sang und spielte vor allem
auf den Punkt genau. Ohne Fehler oder Unstimmigkeiten, halt ein absoluter
Profi sang die Lieder, die wir alle so mögen. Er bedankte sich
nach jedem Lied und auch die Maskenbildnerin kam ständig zwischen
den Songs um Jeff und Rosie, aber auch die Cellistinen ab zu tupfen
und wieder TV tauglich her zu richten. Eine Leinwand wurde für verschiedene
Lieder im Raumschiff auf und wieder abgeklappt. Dort liefen verschiedene
farbige Animationen. Jeff wechselte oft zwischen E - Gitarre und
der Akustischen. Gefeiert wurde jeder Song wie die Auferstehung eines Uralten
Traumes eines jeden Fans dieser Musik. Nach so vielen Jahren war es auch
für viele Zuhörer das aller erste mal in ihrem Leben,
wie auch für mich selbst. Telephone Line hatte z. B. ein neues
Intro und Mr. Blue Sky wurde ohne das Outro am Ende gespielt. Die
tollste Version für mich an diesem Abend war " One Summer Dream ".
Einfach genial, perfekt !!! Rosie Vela paßt ausgezeichnet in
die Band. Nicht nur optisch, auch stimmlich gibt sie ELO einen exotischen,
erotischen touch. Die beiden Streicherinnen waren ebenfalls etwas für´s
Auge und Gehör. Nach gut 60 Minuten gab es eine Pause, Ende
von ACT 1. Während der Pause blieb das Raumschiff geöffnet und
wir sahen uns das Schiff von Nahem an. Wir saßen auf der Kante
vom Raumschiff und konnten es nicht glauben. ACT 2 begann mit dem
niemals zuvor live gehörten " Tightrope ". Mit " Ordinary Dream "
wurde noch ein Traum für mich wahr. Jeff machte hin und wieder Witze
und jedesmal wenn er einen neuen Titel ankündigen wollte, riefen wir
bereits begeistert ZOOM, ZOOM, ZOOM... ." Don´t Bring Me Down " hatte
ein tolles Soli von Richard Tandy und man sah es ihm regelrecht an,
wieviel Spaß er bei der ganzen Show hatte. Er zeigte viel Elan
und trug mittlerweile auch eine Brille, aber seine Augen konnte
man sehen ! Bei " Roll Over Beethoven
" mimte Jeff beim klassischen Teil den Dirigenten, sehr lustig an
zu sehen. Gegen 21.30 Uhr war dann die erste Show vorbei und wir alle waren
mehr als zufrieden mit diesem unglaublich, hervorragenden musikalischen
Erlebnis an diesem Abend. Nach den letzten Tönen von " Roll
Over Beethoven " schloß sich langsam das Raumschiff, die einzelnen
Segmente an denen unzählige Scheinwerfer hingen fügten sich wieder
zu dieser Art Halbkugel zusammen. Innerhalb dieser neuen Outromusik
ertönte auch ganz kurz das Intro, die ersten 3 bis 5 Sekunden
von " Twilight ", fantastisch !!! Ein bezaubernder Auftritt und eine unbeschreiblich
homogene qualitativ hochwertige Show ließ uns in die Nacht entgleiten.
War es das wirklich oder sollte es gar noch einen größeren Höhepunkt
geben können ? Viele Fans warteten am Haupteingang auf die Band.
Zuerst mußten sie aber zur After Show Party und sich der Presse stellen.
Der Sicherheitsbeamte von CBS bewachte die Tür, nur VIP`s hatten Zugang
und plötzlich sahen wir wie Jeff & Rosie in Richtung Fahrstuhl
gingen und er gab uns seine typische Handbewegung, beide Daumen nach oben,
wir jubelten vor Freude, hatten den Eindruck das Jeff sehr zufrieden
gewesen sein muß. Wir hatten Hoffnung, welche aber durch den
farbigen Sicherheitsbeamten des Studios geschmälert wurde. Er sagte
zu uns Wartenden: " Die Band ist auf der After Show Party, sie wird
nicht herunter kommen, sie wird keine Autogramme geben und auch
keine Fotos mit uns machen lassen. " Nun gut, dank meiner Konzerterfahrung
kannte ich solche Aussagen, aber Jeff hatte diese Lächeln im
Gesicht gehabt. Nach gut 45 Minuten kam Richard Tandy vor die Tür,
verdammt ist der Mann dünn, aber krank sah er nicht aus. Meiner
Meinung nach rauchte er etwas zuviel, aber er war unheimlich nett, nachdem
ich ihm sagte dasich aus Deutschland käme fragte Richard mich : "
Wie geht´s ? ". Wow, der Mann spricht ja richtig gut deutsch,
Respekt ! Es gab Autogramme und Fotos und nach meiner Frage, wie es denn
mit Auftritten in Deutschland aussähe, meinte er nur, klar kommen
wir, meine Freude war riesig. Dann die nächste Überraschung,
wer ist das denn, nein nicht Jeff, aber auch eine sehr Bekannte Persönlichkeit
aus Großbritannien, Eric Idle einer der ehemaligen Mitglieder der
sehr erfolgreichen englischen Comedytruppe " Monthy Phythons ". Auch
sollen Gary Wright und Jim Keltner, mit beiden arbeitete ja Jeff auch zusammen,
Vorort gewesen sein, leider sah ich sie persönlich nicht. Dafür
die bezaubernde Stepfanie - und Laura Lynne. Stefanie half einigen Fans
mit After Show Päßen und gewann durch diese Aktion sofort
meine Sympathie und mein Herz. Die Familie Lynne war an diesem Abend
sehr nett, denn nun geschah für uns alle das unglaubliche, unfassbare.
Jeff Lynne und Rosie Vela kamen umringt von Sicherheitskräften
durch die Tür und alle waren ausnahmslos begeistert. Wir, vor
unserem großen Idol stehend und Jeff, der sich sehr locker gab, lächelte
und ging auf uns Fans zu. Es gab Autogramme, der wohl größte
Traum eines jeden von uns und als er vor mir stand reichte ich ihm
meine Hand und Jeff Lynne ergriff diese lächelnd. Ich war in
diesem Augenblick emotional in einer völlig anderen Welt. Ich
erzählte ihm kurz das ich 20 Jahre darauf gewartet habe und
sich nun mein Traum erfüllt hat, das ich nicht eher konnte,
wegen des eisernen Vorhangs der mich von der westlichen Welt trennte. Ich
bedankte mich für diese großartige Musik und fragte
nach den Deutschlandkonzerten. Auch Jeff Lynne bestätigte mir persönlich,
das ELO und er sich auf Deutschland freuen und kommen werden. Innerlich
war ich der glücklichste, zufriedenste Mensch, der ich
je war. Auch Rosie war sehr nett und wich nicht von Jeff´s
Seite. Der schwarze Van wurde vorgefahren und Rosie stieg ein, beifahrerseitig
Jeff, gab er noch aus dem Wagen heraus Autogramme. Ein Freund von Jeff
sagte, HEEE.. hier sind die Schlüssel, er nahm sie, gab sie Rosie
und sie startete den Wagen, wendete ihn und fuhr los. Beide winkten,
Rosie hupte noch mehrmals und sie entglitten in das nächtliche
Los Angeles. Keine große Limousine mit Chauffeur, Rosie
fuhr selbst. Gegen 23 Uhr waren wir zurück in " Canter´s Deli
". |