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Am Montag den 6.1.2003 sendete der Deutschlandfunk im Rahmen seiner "Rock et cetera" Reihe ein Interview mit Jeff Lynne zum Thema "Jeff Lynne und seine Zusammenarbeit mit George Harrison". Das Interview wurde geführt von Christiane Rebmann. Sie machte sich auf den Weg nach Amerika um Jeff in seinem Haus in Bel Air zu treffen . Jeff wohnt, bescheiden wie er nun mal ist, ganz oben in der teuersten Gegend von Bel Air. Die Tür wurde dem DLF-Team von Jeffs Lebensgefährtin, der Kanadischen Sängerin und Schauspielerin Rosie Vela, ungeschminkt und im Morgenmantel geöffnet. Auch Jeff gab sich ganz Häuslich, mit Mütze in Jeans und Pulli. Nach der Begrüßung kochte der mittlerweile 55 jährige einen Tee und führte das Reporterteam in sein Studio. Hier hat Jeff dem Harrison Album "Brainwashed" den letzten Schliff gegeben. Aussagewillig und freundlich wie nie zuvor beantwortete Jeff alle Fragen. Dabei redete Jeff hauptsächlich über seine Arbeit am "Brainwashed" Album. Er lobte ganz Besonders Dhani Harrison, den  Sohn von George, der bei den gesamten End-Arbeiten anwesend war und viel Profil ins Album gebracht hat. Jeff:"Er hat ein ähnlich Musikalisches Talent wie George". Besonders hervorheben wollte Jeff dann noch das Talent, wie George mit der Slide Gitarre und der Sitar arbeitete. Jeff:"Es klang bei George immer sehr Indisch". Das war wohl das Ergebnis von Ravi Shanka bei dem George in die Lehre ging. Jeff:"Auch ich habe von George viel gelernt, da ich bisher immer sehr oberflächlich war. Dies hat sich aber über die Jahre der Zusammenarbeit mit George geändert". In dem Song "Brainwashed" singt George über all die Dinge im Leben die er nicht so sehr mochte. Wenn er auch im Text als Hauptstadt Bonn anstatt Berlin angibt, findet Jeff das eher unwichtig. Jeff:"Keiner ist perfekt, und George hat es wohl nicht mehr mitgekriegt". Jeff redete nicht nur über die Arbeit am "Brainwashed" Album, sondern er äußerte sich auch über die Arbeiten mit George an dem "Cloud Nine" Album und über die Traveling Wilburys Zeit. Jeff sagte, es gibt noch einige lustige Geschichten die er mit George, Paul und Ringo bei den Arbeiten zur Beatles Anthology erlebt hatte, die er jedoch nicht erzählen darf. Dann kamen von Jeff doch noch ein paar Geschichten, so hatte George ihn zum Beispiel im Jahr 1987 zu einem Formel 1 Grand Prix Rennen nach Australien mitgenommen. Jeff:"Es war fantastisch, wir lernten all die Rennfahrer in der Boxengasse kennen". George war bekannt als Auto Freak und liebte schnelle Flitzer. So bekam er eine Sonderanfertigung eines McLaren F1 vom damaligen McLaren Chefdesigner. Er hatte vorne drei Sitze. Jeff: "George fuhr gerne sehr schnell und nahm mich einmal mit dem Auto mit. Ich setzte mich auf die linke Seite, weil mir das sicherer erschien". "Er ist ja oft 270 km/h schnell gefahren und ich habe mir vor Angst beinahe in die Hose gemacht, aber George lachte und gab noch mehr Gas". Jeff erzählte, daß George darunter litt, daß er seit dem Erfolg mit den Beatles von aufdringlichen Fans und der Presse belagert wurde. Selbst als er Todkrank war, richteten die Reporter noch die Teleobjektive auf ihn. Jeff: "Wenn er in die Stadt fuhr wurde er immer wieder von Fans belagert, ich bin viel mit George zusammen gewesen und mich hat nie jemand belästigt, weil kein Schwein mich erkannte, das war klasse". Jeff erzählte, daß er bis kurz vor dem Tod von George nicht richtig mitbekam, wie krank er wirklich war, da er es ihm nicht anmerkte. Jeff: "George war immer gut drauf und fand seine Krankheit immer halb so schlimm". Sehr Glücklich und entspannt war George bei der Gartenarbeit auf seinem Anwesen. Jeff:"Wenn er eine neue Lieferung mit Baumsetzlingen aus Japan bekam, verbrachte er Tag und Nacht im Garten". Unbekannterweise war George Harrison ein kleiner Fan von Jeffs Musik. Jeff:"Einmal im Haus von George bemerkte ich in der Musikbox die Single 'Telephone Line',ich war gerührt und fühlte mich geehrt". Untermalt wurde das Interview mit den Songs "Any Road", "Rising Sun", "Brainwashed", "Between the Devil and the Deep Blue Sea", "Pices Fish", "P2 Vatican Blues", vom Brainwashed Album und dem Wilburys Song "Handle with care". Im gesamten Interview kann man erahnen wie groß die Freundschaft zwischen George und Jeff gewesen sein muß.
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©  Text H.Scholz